die Verwaltung des Staats getheilt ist, und Die zusammen nureine Einzige moralische Person bilden, — an der die verschickdenen Minister, die verschiedenen Glieder sind. — Ein solchesMinisterium regiert mit Leichtigkeit, sobald in ihm die ic> oderir größten Talente sind, so sich in der Nation befinden. Dennjedes Negieren dcruht doch' zuletzt auf Ueberlcgenheit, sey cs anphysischer, sey es an geistiger Kraft. Aber auf welche Weisehätte Ludwig XVI. sich rin solches Ministerium verschaffen wol,len? Ein Ministerium wird dadurch stark, daß es in der Nichttung der großen Interessen der Nation regiert, und nicht in derRichtung der keinen Interessen der Hofleutc, die immer sich nurum Persönliche? drehen. — Um in dieser Weise regieren zukönnen, so muß das Ministerium nicht allein dir großen Inte,reffen der Ration kennen, sondern sie auch unmittelbar unter dieAugen des Fürsten bringen können, — denn ohne dieses hates keine Mittel sich gegen die Hofleute zu halten, deren Pri»vatmtrressen es täglich verletzen muß, und die eben sowohlwie die Minister, sich zu jeder Stunde der Persondes Fürsten nahen können, und ihm die Dinge inihrer Weise darstrllen.
Ein solches Ministerium kann nur wie in England undFrankreich aus einer Kammer hervorgehen, und kann sich auchnur vermittelst einer Kammer halten. Zn einer Kammer regensich alle Interessen der Nation und nicht die Interessen der Hof,leute, und indem der Fürst die Bewegungen der Kammer sieht,und die Reden hört, so in ihr gehalten werden, und den Bei,fall und den Misfall bemerkt, mit den, sie in der Kammer auf,genommen werde», so kann er über dasjenige, was die Nationwünscht, nie im Zrrihum seyn.
Man sieht leicht daß Ludwig XVI sich auf di« Weise kein Staats,Ministerium verschaffen konnte, wie Ludwig XVIII. Auch wür,de, wenn er ein solches gehabt, solches nicht von langer Dauergewesen sein. Ein solches Ministerium bleibt nicht einmal u»,ter sich einig, wenn es keine Kammer gegen sich über hat, inder eine Opposition ist, gegen die es sich verkheidigen muß.Man findet es überall: Je stärker der gemcinschaft,liche Feind, desto größer ist die Einigkeit und