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1 (1819) In zwei Abtheilungen
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und dessen Bewohner, vielleicht jährlich nur einmal, kann nicht,wohl anders als in einen Jrrthun, über die wahre Lage des Lawdes gerathen, und selbst beim beste» Willen, wird er nicht imStande sein, dasjenige zu thun was dem Interesse seines Lauedes angemessen ist, eben weil er cs nicht kennt, und weil keinMittel vorhanden, dieses so nahe unter die Augen des Fürstenzu bringen, daß er cs sieht.

In diesem Falle war Ludwig XVI, ein gerechter, wohlwos,lendcr und menschenfreundlicher Fürst, der die Lehren seinesfrommen Vaters in einem reinen -Herzen bewahrt hatte, *) undder die ganze Schwere seiner Lage fühlte, als ihn das Schicksalzum Throne rief, was das merkwürdige prophetische Wort zeigte,das er aussprach als man ihm die Nachricht brachte, daß LudwigXV. verschieden sey.

Die wohlwollenden Gesinnungen des Königs konnten indeßFrankreich nicht vor der Revolution schützen noch vor dem Ver<brechen eines förmlichen und öffentlichen Königsmordrs.

Die nächste Ursache der Revolution lag in einer großenSchwäche des Ministeriums. Obgleich der König dieses füh«len mochte, so war er doch unvermögend es zu ändern. Allegroße Staatsinstitutivnen bedingen sich wechselsweise, und die«ine kann man nie ohne die andere haben. Ein Staatsmini,sterium besteht aus iooder ir gleichartigen Talenten^ unter denen

») Es ist bekannt daß der Dauphin, der Vater von Ludwig den Sechs-zehnten, in seiner Krankheit seine Kinder öfter um steh versammelte,und ihnen sagte: wie vergänglich jede irdische Große sey, und siebatst, Gott immer vor Augen zu batte», weit eine Stunde kommewo -alles andre den Mensche» verlasse, wobei er istnc» seinen abge-zehrten Körper zeigte, und ihnen sagte: daß dieser nun bald eineSpeise der Würmer werde, daß er aber den Tod nicht fürchte, weit«r auf Gottes große Barmherzigkeit vertraue.

Der Dauphin war unstreitig die tugendhafteste Person an deinverdorbenen Heft Ludwigs des Fünfzehnten, und er starb ganzanders als Lndwii) iderj Vierzehnte, der sich so sehr vor dem Todefürchtete, daß er nicht einmal zu St. Cloud wohnen mogtc, weil erdort die ThürMe von St. DeniS und sek» künftiges Vrab sehe»kvinite.