Alle hatten dieselbe Hoffnung eines zukünftigen Lebens undalle wurden im Abcndmahle desselben BcodteS theilhaftig.
Dir Ideen der Religion übten einen großen Einfluß auf dieFamilien und auf den Staat; denn in der Kirche war der Knechtso viel werth, wie der Haueherr, und der geringe Mann, so aufnmvehrigem Gute saß, so viel wie der Vollcrbe.
Bcp einer allgemeinen Gleichheit laßt sich keine Republikerhalten, und man gelangt entweder zur Monarchie, oder zurDespotie.
Eine Republik läßt sich nur auf solche Grundlagen bauen,wie die römische hatte, oder wie die der altsächsischcn Manie.—»
§.
Hiezu kam die Anlegung von Städten, die Karl auf alleWeise begünstigte, um turch sie die Völker an Besitz, an Ruheund an die Bequemlichkeiten des Lebens zu gewöhnen — undsic so zum Stillstände zu bringen; denn dem wüsten Herum»treiben der Völker, so seit fünf Jahrhunderten in Europa geherrscht,mußte vor allem ein Ziel gesetzt werden, wenn sich Sitte unk»Kultur gestalten sollte.
Auf die Städte und städtischen Verhältnisse paßte das rönnesche Recht besser, als das Deutsche, daSganz für Landbauer» war,da Landbauern es sich gegeben.
Als daher im zwölften. Jahrhundert jenes aus Italien kam,so nahmen es die Städte mit Freuden auf und studieren undkommentirtcn eS; von den Städten pflanzte es sich fort aufs Land,und verdrängte hier bas ursprünglich deutsche Recht, und mitihm altdeutsche Einrichtimgen.
§> 26.
Herrmann, der Sieger des Varus, fiel im sechs und dreißig»sien Jahre seines Alters, und im zwölften seiner Feldherrschaft,von den Seinigen ebmordet, weil er dem Staate eine monar»chische Einrichtung geben wollte, — und »veil der Staat damalsseiner Natur nach zur Monarchie gar nicht hinstrebte, eben weil di«Menschen noch nicht in einer allgemeinen Gleichheit befangen waren.