Jetzt nach anderthalb Jahrtausenden hatte sich alles geändertund der Staat strebte zur Monarchie, und die aufblühcnde La»,dcshoheit war das Kind der Zeit, und wurde wieder die Mut,tcr derselben.
Wollte man die demokratischen Einrichtungen des Reichs auf,geben, und statt ihrer die Monarchischen der Landeshoheit ein,führen, so mußte man gleich auf das Wesen der Erbmonarchiezurückgehcn- das darin besteht: daß dieses Regiment väterlicherArt,, und daß dem regierenden Hause und dem Volke aller Be,sitz gemeinschaftlich gehört, — woher dann beide immer ein«und dasselbe Interesse haben.
Die ganze Kunst des Regirrens besteht in der Erbmonarchiedarin: daß immer dafür gesorgt wird, daß das Volk und das r«,gierende HauS stets eins und dasselbe Interesse habrn.und daßbeide es immereinschen, welches dieses ihr gemeiuschaft,liches Interesse ist.
Die Erbmonarchie ist die einfachste und zugleich die stärkstevon allen Negicrungeforinen, so ein großes Volk sich geben kann,wenn es über ihre Natur vollkommen aufgeklärt ist, und ringe,sehen,daßdas wesentliche in ihr: daß beide, das Volk unddas regierende Haus immer Eins und dasselbesind. — Daher lassen sich auch ihre Zrechte und ihr Besththmnnicht abmarken, grade weil alles gemeinschaftlich, so wie in ei,ner Familie; und so wie in dieser, jedem Glied« dran liegt,daß die Rechte des Hausvaters ungekcänkt bleiben, so liegt inder Ecbmonarchie jedem Bürger dran, daß die Rechte der Krone»ngekränkt bleiben. — "
Die Engländer haben folgendes Sprichwort, in dem mehrWeisheit liegt, als in vielen großen Düchcrrn, so über Staats,Verfassung sind geschrieben worden.
Drei Dinge gibt cs in England deren. Grenz« Niemand kennt:Die Vorrechte der Krone.
Die Befugnisse des ParlamentsUnd die Freiheiten des Volks.
Wie stark die Erbmonarchie ist, da« hat jetzt kta» lebendeGeschlecht im Jahr rgiz an Preußen gesehen — wo das In,