Ich war damals in Paris, und schrieb eine kleine Schriftunter dem Titel: Wünsche und Hoffnungen einesRheinländers. Ich ließ sic als Handschrift drucken, und fand,te sie nebst einem Briefe, an den König und an den Staatskanzkcr.
Der König antwortete gnädig, die Absicht ehrend in der siegeschrieben worden. Beide Briefe wurden damals gedruckt, undich darf vielleicht sagen, baß durch sic manche irrige Meinungso man am Rheine gefasst berichtigt worden.
Der Generalgouverneur Sack war durch diese Schrift sehrgekränkt morden, weil er wirklich der Meinung, daß die Huldi,gung gqnz vortrefflich gewesen.
Sack gehört zu den Menschen die sprudelnd heftig sind, dieaber keinen Zorn nachtragen und keine Rache kennen.
Gemäß der Kabinetsordre vom 12. Mai igr; sollte eineKom,Mission ans einsichtsvollen Staatsbeamten und Eingesessenen derProvinzen gebildet werden, welche sich mit der Organisa,tion der Provinzialstände, mit der Organisationder Lan de e reprä senk a n t en» Und mit der Ausarbei,tung der Verfassungsurkunde zu beschäftigen habe.
Der Smatskanzler hatte sich von den Gouverneurs der Pro/vinzen eine Liste der Eingesessenen zusenden lassen, aus denender Kürst die Glieder für die Kommission wähle» wollte. Sackhatte meinen Namen mit auf diese Liste gesetzt.
Ich beschäftigte mich damals mit dem Studio von MöscrsSchrifteil, und je mehr ich in den Geist derselben rindrang, jedeutlicher wurde es mir, daß wir mit allen unser» Versa ssungs,Angelegenheiten auf dem Holzwege wären, wenn wir nicht dieAnsichten von 1789 verließen, und rein zum historischen zu,rückkehrten.
Ich fühlte wohl welche Schwierigkeiten dieses haben würde,weil es viel leichter scy, aus Principien über das Verfassunas,wesen in wohlklingenden Worten zu reden, als auf die Quellen