Zugabe I.
überschwängliche Barmherzigkeit ist mir er-schienen der Aufgang aus der Höhe!"
Nun überfiel ihn ein Frost, er zitterte. „Ichkriege einen Fieberschauer." Dann: „Kin-der, ihr müßt mich waschen, ich muß auchnoch rasrrt werden." — Wir: „Lieber Papa,es ist nicht Morgen, es ist Abend." „So?und welche Stunde?" Ein Viertel vor 7.„Und welcher Wochentag?" Sonntag. Ju-lia netzte ihn mit köllnischem Wasser, und em-pfing von seinen Lippen den letzten Kuß. Dar-auf rief er Lapaix. „Sagen Sie, HerrDoctor, sonst thaten mir die Tropfen immerwohl, und nun, nachdem ich sie genommen,überfallt mich ein Frösteln — wie kommtdas?" Auf die Antwort des Arztes, daß diesnicht die Wirkung der Tropfen sey, sondern mitseinem Zustande zusammen hange, versetzte er:„Sagen Sie mir, wird's wohl morgen oderübermorgen mit mir enden ?" Der Arzt: „BeiIhrem lebendigen Glauben, und inbrünstigenVerlangen nach Gott, darf ich es Ihnen wohlsagen, es wird wohl nicht Mitternacht für Sie."„Gott Lob!" Dann faßte er beide Hände desArztes, drückte sie mit Kraft: „Danke, danke!Recht herzlich dank' ich Ihnen! Gelobet sey