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Ein Büchlein von der Liebe : nebst dem Schwanengesange des Verstorbenen und zwey Zugaben
Entstehung
Seite
316
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Zugabe l.

Als man diese suchte, sagte er laut: „Sie stehnauf dem kleinen Tische." Da der Arzt übenlegte, wie viel ihm zu geben, sprach er lautund vernehmlich: „Ich pflege 6u—80 Tropfenzu nehmen." Nachdem er sie genommen, gingMama wieder zu ihm. Er küßte sie mit Innig-keit: „Mein süßes Kind, mein liebes Kind,mein süßes Herz!" Es waren die letzten Worte,die sie aus seinem Munde hörte. —

Wir alle glaubten, die Aerzte selbst glaub-ten, es könnte noch bis zur Nacht dauern, dennseit Mittag hatte er nicht sehr abgenommen.Weil zu befürchten war, Mama möchte sich,wenn sie itzt aufbliebe, vor Kopfweh gar nichthalten können, so legte sie sich auf Lapaix's drin-gende Bitte, und verlangte, nach einer halbenStunde herbeigerufen zu werden. Julia gingwieder zum geliebten Kranken, da sagte er de-nen, die bei ihm waren: „Gelobt sey ZcsusChristus!" Die Umstehenden antworteten, undJulia sagte: „Jesu, Du Sohn Davids, erbar-me Dich meiner!" Er: „Zesu, Du SohnDavids, erbarme Dich meiner!" und dannmit unbeschreiblich freudiger Inbrunst: „Za,Er hat Sich meiner schon erbarmet. Er hatSich meiner schon erbarmet. Durch Seine