Von der Liebe.
255
„sizt und zu dem Lamme : „Lob, und Ehre, und, ^reis, und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit l"off-nb.v,iL.
22. Eine solche Seele wird die Sünde ernst-haft verabscheuen, nicht nur aus Furcht vor derStrafe, sondern aus dankbarer Liebe zu ihremHeilande, Der zu Tilgung ihrer Sünde so vielerlitten hat; ihre Furcht dem geliebten Liebendenzu mißfallen, wird sie wachsam erhalten, undfällr sie, aus menschlicher Schwache, so wirdihre Rene mehr Reue der Liebe scyn als Reueder Furcht.
LZ. Die meisten Seelen, wie schon erwähntworden, werden zuerst von der Furcht aus demTodesschlummcr geweckt, und auf den gutenWeg geführt. Dann gesellet sich zur Furcht dieHvfiinng, und beyde gängeln sie. So lanss abersie nur von der Furcht und von der Hofnung sichgängeln lassen, werden sie nicht geheiliget; im-merhin mag man sie, ihres Beginnens wegen,mit Kindern vergleichen; aber Kinder Gottessind sie noch nicht. Sie sind nicht geheiliget,und ihre Führerinnen, die Furcht und die Hvf-nung, sind es auch nicht, che die Liebe zu Gottherbcykommt, und so die Gängelnden als dieGegängelten heiliget. Nur durch beginnende