i9» Der Säugling, welcher anfängt zu un-terscheiden, fängt auch an die Mutter zu lieben,aber mehr der Brüste als der Mutter selbst we-gen, sehnt er sich nach ihr, oder liegt zufriedenin ihrem Schoost. So lieben viele die GabenGottes, Seine Gnaden von denen sie ihr ewigesHeil hoffen, vielleicht mehr als Ihn Selbst,oder doch Ihn hauptsächlich dieser Gnaden, die-ser Hofnung wegen. Ach wie viele Christenbleiben Säuglinge bis an den Tod!
2». Andre lieben Gott mit reinerer Liebe.Indem eine solche Seele ihr Heil suchet in Gott,in Ihm ihr Heil findet, wird sie tief durchdrun-gen von heiliger Demut, welche ihr zeigt, wieunwerth sie der unendlichen Erbarmungcn ist,die Gott durch Jesum Christum ihr erwiesen hat,ihr erweiset, ihr erweisen will. Sie wird durch-drungen von heiliger Dankbarkeit gegen den Va-ter, Der für sie Seinen cingcbornen Sohn gab;gegen den Sobn, Der Sich Selbst für sie inden Tod gab; gegen den Heiligen Geist, durchDen sie wieoergeboren ward zum ewiges Leben,Der ihr Herz heiliget, Der mit Seiner LiebeSich in ihr Herz ergeußt!
Li. So sieht sic jede Person der allerheilig-