Von der Liebe.
gilt; oder er wird seine Ohnmacht, sich demVerderben zu entreißen, fühlend, in eine Trau-rigkeit versinken, die ihn verdrüßlich und schwer-mütig macht, und mit welcher er fern von Gottbleibt.
9. Sowohl der auf eigne Gerechtigkeit Ver-trauende, als der Verzagende, stehn in grosserGefahr der Gnade nicht empfänglich zu werden,und entweder in ihren vorigen Zustand zurückzu-fallcn, ja ärger zu werden als sic zuvor waren;oder stehn zu bleiben wo sie stehn, und bcyde,jener wegen eitler Zuversicht, dieser wegen Man-gels an lebendigem Glauben an Gottes Erbar-mungcn in Jesu Christo, nimmer zum Friedenmit Gott zu gelangen.
1». Wenn Paulus uns das Vertrauen Abra-hams in die göttliche Verheißung zum Beyspielvorhält, so sagt er, daß unser Glaube auch unszur Gerechtigkeit werde gerechnet werden, „wenn„wir glauben an Den Der unfern HErrn Zcsum„Christum auferwecket hat von den Todteir, Wel-ker unserer Sünden wegen dahin gegeben, und„unsrer Gerechtigkeit wegen auferwecket ward."Dann fährt er fort r „Nun wir denn sind gerecht„worden durch den Glauben, haben wir Friede„mit Gott, durch unfern Herrn Jesum Christum." 24,