Von der Liebe.
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6. „In seinem Herzen spricht der Schalk:
„es ist kein Gott!"' Indessen bleibt das natürs Ps-xin,liche Licht nicht immer so verdunkelt, daß es nichtmanchmal dem Blick des Weitlings scheinen solte;das Gewissen kann unterdrückt, es kann nichtertödtet werden. Mißlungne Anschläge des Ehr-geizes, der Habsucht oder der Wollust verleiden > 'manchmal dem Weltlinge seinen Zustand; dasAlter schwächt die Fähigkeit zum Genüsse, unddeutet zugleich auf dessen schnelles Ende. Krank-heiten und Tod der Angehörigen und Freundeerschüttern den Sünder, mehr noch eigne Krank-heit. Dann wird er die Nichtigkeit der zeitli-chen Bestrebungen gewahr, und beginnt sich zusehnen nach wahren und daurenden Gütern.
7. Es gefällt Gott auf mancherlei) Weise dieftevlenden und bethörten Kinder Adams zu wercken aus ihrem Todesschlummer, sie aufmerksamzu machen auf ihr Elend, beginnendes Verlan-gen nach Seiner Hülfe in ihnen zu erregen.
Das Werk Seiner Gnade in uns wird manch-mal langsam gefördert, manchmal schnell. Ein,dem Scheine nach zufälliges Wort, welches nichtgleich geachtet wird, fällt ins Herz, keimt erstnach langer Zeit, erhebt sich in leisem Wachs-thum, grünt dann, blühet, trägt, benetzet vom
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