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Von der Liebe.
verschieden auch die Natur beyder zu seyn scheint.Die Sinnlichkeit will ihren Lüsten nachgchen,unbekümmert um das heilige Gcsez. Der Stolzwill nach eignem Gesetze leben, will sich nicht„demütigen unter die gewaltige Hand Gottes",unter welche wir uns demütigen sollen, „auf daßPetr.v,s. „Er uns erhöhe zu rechter Zeit."
4. Aus der fruchtbaren Bulschaft des Stol-zes mit der Sinnlichkeit entstehen der Unglaubeund alle Sünden, -deren keine ist welche nichtdie Züge des Vaters und der Mutter an sichtrüge. Denn auch Sünden der Sinnlichkeit ha-ben, als Ungehorsam, väterlichen Stolz, undzu Sünden des Stolzes würden wir uns nichterkühnen, wenn nicht das Sichtbare, das Zeit-liche uns durch seine Reize verführte.
5. Beyde führen die grosse Mehrheit derMenschen zur Gottesvergcssenheit, einige reisscnsie hin zur Gottesleugnung. Denn ein Knechtder Sünde wird oft allem Guten und Wahrenso entfremdet, daß er lieber wahrend des kurzenund unsicher» Lebens seinen hoffartigen oder üp-pigen Wandel fortsetzen, als seinen Lüsten ent-sagen und sstch demütigen will vor Gott!