Von der Liebe.
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6. Wir werden nicht mit Demut, nicht mitkindlichem Vertrauen, nicht mit ernster Auf-vpfrung unsers eignen Willens bitten, wenn wirnicht um die Gewährung, oder um die Erhaltungund um die Vermehrung dieser Demut, diesesVertrauens und der Kraft zur Aufopfrung un-sers Willens bitten. Es ist nicht genug daß wirGott um die geistlichen Gaben bitten welche wirvon Ihm zu erlangen wünschen, wir müssen Ihnauch gleichsam um die Hände des Geistes bitten,mit denen wir darnach auslangen wollen.
7. Können wir aber hoffen, dürfen wir hof-fen , daß Gott uns Seine Gnade gewähren werde,wenn wir nur Morgens oder Abends Ihm einigeflüchtige Minuten widmen, und die übrige Zeitdes Tages uns nicht nach Ihm umsehen? Wür-den wir mit unfern Kindern zufrieden seyn, wennsie uns nur jeden Morgen den guten Tag, jedenAbend eine gute Nacht wünschten, und den gan-zen Tag sich nicht um uns bekümmerten? Odernur etwa dann uns ein freundliches Wort gönn-ten, wenn sie etwas von uns begehrten? DerVater, die Mutter würden ihre Kinder weniglieben, die es zufrieden wären, daß sie sich sowenig nach ihnen umsähen, wie die meisten, jabey weitem die meisten Christen sich nach dem