Von der Liebe. 189
86. So sagte Er zu einem kranken Weibe,welche achtzehn Jahr viel gelitten hatte, ausDemut Ihn nicht mit ihrer Bitte beschwerenwolte, und in Vertrauen'auf Seine Kraft Ihmvon hinten nachschleichend Sein Gewand an-rührte, bcy sich selbst sagend: „Wenn ich nur„Sein Kleid möchte anrühren, so würd' ich ge-„sund!" und alsbald genaß: „Meine Tochter,
„dein Glaube hat dich gesund gemacht, gehe hin
„mit Frieden, und sey gesund von deiner Plage!" v, 25.-34.
87 . Gleich darauf sagte Er zu Ja'lrus, demVorsteher einer Synagoge, der Ihn gebetenhatte, mit ihm in sein Haus zu gehen, um sei-ner in lezten Zügen liegenden Tochter die Handaufzulcgcn, sie gesund zu machen, dem abergleich darauf die Botschaft entgegen kam, daßsie gestorben wäre: „Fürchte nicht, glaube nur!"ging mit ihm ins Haus, crgrif das todte Mägd-lein bey der Hand, und rief sie zurück ins Leben. 23," 2-'-N
83 . Das Evangelium hat uns zwey schöneBeyspiele des lebendigsten Vertrauens und derherzlichsten Demut von zwcen Heiden, einem rö-mischen Krieger und einem Weibe, die dazu eineKanaanitin war, zur Beschämung und zur Er-munterung aufbewahrt. Von einem römischen
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