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Ein Büchlein von der Liebe : nebst dem Schwanengesange des Verstorbenen und zwey Zugaben
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Seite
159
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Von der Liebe.

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„daß die ihr verliehene überschwängKche Kraft„Gottes sey und nicht ihre", so erhebt sie sich ^ K°r.nu.derselben nicht, sondern empfindet wie unwerthsie derselben sey; daher wandelt ihre Freudigkeitan der Hand der Demut, ohne welche jede Freu-digkeit tauschend ist und uns falscher Sicherheitausliefert, welche ins Verderben führt.

41. Das Leben des Christen ist nicht einbeständig wolkenloser Sonnenschein, sonderngleichet vielmehr einem milden Frühling, in wel-chem Sonnenschein und Regenschauer abwechselndFruchtbarkeit Hervorbringen. Mögen andre sichihres winterlichen, Hellen Sonnenscheins rüh-men , und im kalten Hauche des Nordostwindeserstarren, so weiß es der Gläubige wie sündhafter noch sey, und daß er wohl oft fehlen möge,wenn er dessen auch nicht inne wird. Sagt dochselbst ein grosser Apostel: „Ich bin mir wohl„nichts bewußt, aber darum bin ich nicht ge-rechtfertigt! Der mich aber richtet, ist der„HErr." Darum spricht der fromme Christ mit' ^°r. "ii.David:

„Wer wird es, wenn er sündiget, gewahr?

„Von verborgnem Fehl reinige mich, 0 HErr>

„Vor dem Stolz bewahre Deinen Knecht, daßer nicht