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Ein Büchlein von der Liebe : nebst dem Schwanengesange des Verstorbenen und zwey Zugaben
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Von der Liebe.

Vs. LXXH,

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aber weil wir dessen bedürfen, um nicht Gotteszu vergessen, um Vertrauen in Ihn setzen zukönnen, um das wankende Flämmchen unsrerLiebe durch lebendigen Hauch zu beleben, umdas wahre Leben des Geistes athmen und Gna-den einathmen zu können, um Lieb' um Liebe zugeben Dem Der allein unsrer ganzen Liebe werthist; so ließ Gott dieses heilige Bedürfniß nichtauf einem eitlen Wahne beruhen.

16. Er, Der die Kräfte der sichtbaren Weltordnete, ordnete auch die Kräfte der unsichtba-ren Welt. Er ging einen Bund mit dem schwa-chen Menschen ein, der, so schwach er auch ist,doch mit der ganzen Gcisterwelt das Bedürfnißhat Gott anzuhangen.Das ist mein Heil",sagt ein heiliger Sänger,das ist mein Heil,daß ich Gott anhange, daß ich meine Hofnungsetze auf Gott den HErrn." Darum ordneteGott das Gebet und verlieh ihm seine mächtigeWirksamkeit.

17. Aus verschiednen Lagen und Empfindun-gen, und Zuständen der Seele, gehen verschiedneArten des Gebets hervor, welche alle Gott wohl-gefällig sind, wenn sie aus demütigem, Ihmvertrauenden Herzen emporsteigen.