Von der Liebe.
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16. Der wahre Christ beschöniget nicht,adelt nicht mit glanzenden Namen die bösen Nei-gungen , von deren Herrschaft er, durch dieGnade Gottes, befrcyet ward, deren sich nochäussernde Regungen er, kraft eben dieser Gnade,zu bekämpfen sucht, und je mehr und mehr siecrtödtct. Er wird daher nicht von edlemStolze sprechen, noch von stolzem Selbstgefühl.
„Soll er sich rühmen, so will er" wie ein gros-ser Apostel sagt, „am liebsten sich seiner Schwä-„che rühmen , auf daß die Kraft Christi bey ihm„wohne", Der auch zu ihm sagt: „Laß dir an„Meiner Gnade genügen, denn Meine Kraft-.Kor. xr,
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„ist in den Schwachen mächtig."
17. Sehr schön sagt ein erfahrner Wegwei-ser auf dem Pfade des Heils, der gottseligeThomas von Kempen: „Den Demütigen schü-„tzet und befreyet Gott; den Demütigen liebt„Er und tröstet ihn; Er neiget Sich zum De-mütigen hinab; dem Demütigen gewährt Er„grosse Gnade, und nach der Erniedrigung er-„hcbt Er ihn zur Herrlichkeit. Dem Demüri-„gcn enthüllet Er Seine Geheimnisse, zeucht ihn„sanft zu Sich hinan, und ladet ihn ein. Nach„erlitner Beschämung ist der Demütige in Ruhe, D-imN-r.„weil er auf Gott beruhet, nicht auf der Welt."