Von der Liebe»
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2. Schon gelockt von Neugier und Sinn-lichkeit, liessen unsre ersten Eltern sich durch eit-len Wahn zur Hvfnung solcher Erhöhung ihresWesens verleiten, entsagten Gott, wolten selbstGötter seyn.
z. Daher auch der natürliche Mensch keineLiebe zu Gott hat. Vielmehr empört sich gegenIhn sein Herz. Er wird sich selbst sein Abgott,macht sich selbst zum Mittelpunkt seiner Vorstel-lungen , seiner Empfindungen, seines ganzenDichtens und Trachtens. Er ist gottlos, imeigentlichen Sinne dieses bedeutenden Wortsunsrer kräftigen Sprache; denn er macht sich,in so fern er das kann, loß von Gott.
4. Den Trieb nach Glückseligkeit hat er be-halten, aber Geister können nur durch Gottglückselig seyn. „Du hast uns für Dich ge-schaffen", sagt der heilige Augustin, „und un-
„ser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet iNom,".?'^-,,„Dir!" „Die Gottlosen haben keinen Frieden,^, xi^-nr,„spricht der HErr."
5. Der dem stolzen Ich im Herzen aufge?richtete Altar schmeichelt der Eigenliebe. Aber
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