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Massen, scheint aber, wenn gleich oft sehr undeutlich ausgesprochen, nie ganz zu fehlen (i) ; dagegen scheint erbisweilen, obgleich nur höchst selten, entweder ganz innig mit der Grundmasse gemengt zu scyn, oder dieselbe bepnaheganz zu vertreten, und ausschließlich ganze einzelne Steine eines und desselben Meteors, und selbst ganze Meteor-Mas-sen zu bilden (2).
Selten sind diese Massen bedeutend groß, und eben so selten ganz unförmlich oder viclcckig gestaltet; gewöhnlich,zumahl bey höheren Graden von Dichtheit und bedeutender Intensität von Farbe, sind sie nur klein, höchstens von ei-nigen Linien im größten Durchmesser, und dann meistens ziemlich spitzeckig und scharfkantig, ungleichseitig dreycckig,rhomboidal und trapezoidal, oder scharf gerandet und oval, oder mehr oder weniger zugerundet; am häufigsten aber undzwar, obgleich gerade nicht immer im Verhältnisse mit der Dichtheit und Farbe, doch stets bey de» höchsten Graden der-selben , und vorzugsweise bey den grünen Farben-Tinten, sehrund selbst äußerst klein, und vollkommen zirkelrund.
Im letzteren Falle, zumahl wenn der Cohäsions-Zustand der Grundmasse an und für sich nicht sehr bedeutend ist,ist der Aggregats-Zustand zwischen diesem Gemengtheil und jener so locker, daß diese Massen, um so mehr, wenn sievollkommen kugelicht sind, beym Zerbrechen oder Zerschlagen des Steines (wo sie sonst, bey minder vollkommener Aus-scheidung und festen» Zusammenhalte der Steinmasse, mitbrechen oder halbkugelicht über die Brnchsläche vorragend,sitzen bleiben) theils von selbst aus der Grundmasse herausfallen, theils mit leichter Mühe aus derselben heraus gebrochenwerden können, und dann, ihrem Volum und ihrer Form entsprechende Gruben (runde Zellen, wie der Olivin imsibirischen Eisen), deren Boden und Wände verdichtet, und gleichsam abgeglättet sind, und wahren Absonderungsstel-len gleichen, zurück lassen, so daß es wirklich das Ansehen hat, als wären diese Kugeln in die übrige Masse eingckne-tet worden (3). Die Kugeln selbst sind in diesem Zustande meistens vollkommen sphärisch, und haben eine mehr oderweniger dunkle, grünlich oder bräunlich - graue Farbe, einen schwachen, etwas fettigen, meistens nur schimmerndenGlanz, und eine sehr glatt« Oberfläche, ind->ß sie sonst, auf niederer Stufe von Ausbildung und Ausscheidung, wennsie auch aus der Grundmasse hervorragen, mehr uneben und gleich dieser gefärbt, ganz matt und rauh sind, indem sievon Massentheilchcn derselben, die innig mit ihrer Oberfläche zusammen hangen, bedeckt erscheinen. Nach den verschie-denen, sehr mannigfaltigen und sehr abweichenden Graden von Dichtheit und Festigkeit, sind die Massen dieses Ge-mengtheiles, mehr oder weniger, leicht zersprengbar, aber nie zerreiblich, im Gegentheile nicht selten ziemlich schwerzersprengbar, und in dem Maße, als dieselben dadurch und durch die übrigen Eigenschaften von der Beschaffenheit derGrundmasse sich unterscheiden, und vollkommen ausgeschieden erscheinen, zeigt sich der Bruch, der im unvollkom-mensten Zustande noch rauh und erdig, doch immer dichter ist als jener der Grundmasse, immer feiner, dichter, ebener.
(>) So finden sich z. B. in der lockern, leicht zerreiblichen Meteor-Masse von Alais rundlichte Körner von beträchtlicher Dichtheitund Härte cingemengc.
( 2 ) Wie dieß bey den merkwürdigen Steinen von Er.rleben und Chassigny der Fall ist, die sich eben dadurch von allen bisher be-
kannten Meteor-Steinen so sehr unterscheide», daß außer den zart eingesprengtcn Metalltheilchen in dem einen, ersteren,auch gar keine Äehnlichkeit mit irgend einem andern bekannten Meteor-Steine nachzuweiscn wäre, wenn nicht doch hie undda in einem oder dem andern die ausgezeichnete Masse jener Steine, aus der ihr Ganzes besteht, wenigstens als einzelner Gc-mengtheil erschiene. Und so auffallend demnach, sowohl nach den Resultaten der von mir neuerlichst vorgenommenen mikros-kopischen Untersuchung der Massentheilchen, als noch mehr nach jenen der chemischen Analyse der Steinmasse beyder (nachKlaproth und Stro meyer von dem einen , nach V au qu eli n vom andern) einerseits die Äehnlichkeit im Wesentlichen derBeschaffenheit und des Gehaltes mit allen übrigen Meteor-Steinen ist; noch um so inehr auffallend ist wohl andererseits nachdenselben die ganz besondere Uebereinstimmung hierin gerade zwischen diesen beyden Steinen, da sie doch unter sich, nach al-len äußern und physischen Merkmahlen (das speciftsche Gewicht allein ausgenommen, welches bey beyden ziemlich gleich ist,— 3,6oo »ach Klaproth bey jenem von Erpleben, und ^3,55o nach eigener Wiegung, bey jenem von Chassigny, obgleichdieser keine Spur weder von Gediegeneisen, noch von Kies oder Schweseleisen zeigt, die beyde in jenem häufig vorhandensind), beynahe noch mehr als von allen andern Meteor-Steinen abweichen. (Inzwischen gerade nicht mehr als ihre beyder-seitige Masse zu thun pflegt, wenn sie als isolirter Gemengtheil, einzeln oder vereint, in einem andern Meteor-Steine vor-kommt.)
(3) Ich kann nicht umhin, hier auf eine ganz ähnliche Bildung und Absonderung, gleichzeitig entstandener und gleichartiger, oderdoch nur wenig veränderter Massen terrestrischer Fossilien hinzuweisen, nähmlich auf jene, in dieser Beziehung höchst merk-würdigen, kugelichten Basalte, Thon-und Klingstein-Porphyre, welche, zumahl letztere, im Innern ihrer Grundmasseähnliche, oft vollkommen sphärische Kugeln, von 4 bis 5 Zoll im Durchmesser, von vollkommen homogener Natur, nur et-was in der Farbe verändert, und von größerer Dichtheit und Feinheit im Korne als die Hauptmasse, eben so fest eingeschlosscn,oder mehr oder weniger scharf abgesondert, und nicht selten eben so vollkommen ausgeschicden und lose, mit geglätteter Ober-fläche und verdichteten Wänden der Gruben, eingeschlossen enthalten.
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