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Beyträge zur Geschichte und Kenntniß meteorischer Stein- und Metall-Massen, und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen
Entstehung
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Flachen, auf der vierten aber durch die scharfe Bruchkante der Steinmassc, ausgeschweift zwar nach den vorkommendcnUnebenheiten der Flächen, aber scharf begrauzt wird. Ihre ziemlich spitzen Ecken entsprechen den Seiteukanten, und diescharfen Ränder den Seitenflächen des Steines, und sie hat ganz das Ansehen, als wäre ein noch Mahl so großerStein zerspalten worden, und habe durch einen besonders glücklichen, ziemlich ebenen und geraden Bruch diese Bruch-fläche gegeben. Sie ist sehr uneben, aber nicht von der Art, wie die überrindetcn Flächen zu seyu pflegen (durch meistrundlichte, allmählich sich erhebende, und sanft in die Erhabenheiten breit verlaufende, sondern dnrch sehr ungleichför-mige und winklige, von senkrechten, oder nur wenig schiefen und ziemlich scharfkantigen Erhabenheiten begränzte Vertie-fungen), vielmehr sieht sie gerade so aus wie eine frische künstliche Bruchfläche der Steinmasse, hat aber weder dasfrische Ansehen, noch ganz die Farbe einer solchen, sondern ist schmutzig oder bräunlich-grau, hie und da mit bläulich-weiß und aschgrau gemischt. Die Masse scheint dichter, fester und weniger rauh zu sepn, und wenn man sie mit Ver-einfachen Loupe betrachtet, so sieht man hier und da, zumahl an den erhabenen Stellen, an den Kanten der scharfenErhabenheiten, und der durch Nisse getrennten Partien, die angefangene Erzeugung der schwarzen Ninden-Substanzin Gestalt kleiner Tropfen, Perlenschnüre oder Einfassungen. An den Rändern stoßt die Rinde der vollkommen in-crustirtcn Seitenflächen dicht an, so daß, wie gesagt, durch dieselbe eigentlich der wahre Rand dieser Fläche selbst erstgebildet wird; und obgleich diese Rinde hier scharf abgeschnitten und nicht viel dicker ist, als an einer künstlichen Bruch-fläche, so zeigt sie doch keine Spuren eines Bruches; denn sie ist da eben so dicht und glänzend, wie an der Ober-fläche, und läßt die zweyte untere, poröse, matte Schichte nicht erkennen. (Haupt-Criterium eines solchen, vor demwirklichen Niederfalle und noch in der Luft entstandenen, natürlichen Bruches von einem künstlichen.) Offenbar ist siean einigen Stellen, zumahl gegen jene Seitenfläche hin, wo die Rinde sehr compact, schwarz und aderig ist, von da-her wie übergeflossen oder übergedrückt, wenigstens weiter fortschreitend, so daß sie einen beträchtlichen Saum oder eineEinfassung auf dieser Fläche, über die Kante her, bildet. An einer scharfen Ecke erstreckt sich diese Einfassung bis aufi ^ Linie weit auf diese Fläche hinein; die Steinmasse ist in der angränzenden Gegend auch dunkler, und zeigt häufi-gere Tropfen.

Eine, dieser ganz ähnliche, aber ungleich kleinere Fläche, findet sich an demselben Steine gegen den unternRand der einen Seitenfläche (die von jener Fläche unter einem Winkel von beyläufig 100° abweicht), mitten in derRinde, gerade als wenn hier ein Zoll großes (aber allem Ansehen nach nur sehr dünnes) Stück der Steinmaffe, dasetwa ursprünglich eine hervor stehende Ecke oder eine Erhabenheit gebildet haben mochte nachdem die Hauptfläche undüberhaupt der ganze Stein bereits überrindet war und zwar ganz gleichzeitig mit jenem Stücke, das obige neuereBruchfläche bildete, mit Gewalt abgesprengt worden wäre, und als wenn, hier wie dort, das Rinden bildende Agens(der Rindenbildungs-Prozeß) nicht mehr Intensität oder Zeit genug gehabt hätte, die erzeugte Bruchfläche vollkommenzu incrustiren (was wohl unwiderleglich, wirklich und wörtlich der Fall gewesen seyn muß).

Diese beyden Flächen zeigen die unvollkommene Rinde in ihrem höchsten Grade (D. I), und zwar von bedeuten-der Ausdehnung, wie ich sie, aber meistens nur auf sehr kleinen Stellen vorkommend, auf den meisten der beschriebe-nen Steine nachgewiesen habe (i).

Von eingedrückter Erde zeigt sich etwas an der, der neuern Bruchfläche entgegen gesetzten, als Grundfläche be-trachteten, und an der größer», gewölbten Seitenfläche.

Die Abbildung zeigt diesen belehrenden Stein, auf einer Seitenfläche ausgestellt, von jener merkwürdigen, gro-ßen, neueren Bruchfläche, und zwar so, daß das Licht von jener Seite einfällt, wo sich die scharfe Kante und Eckemit dem übergeschlagenen Nindensaume befindet ( 2 ).

<i) Dieser kostbare Stein zeigt demnach eine'zweyfache Hauptverschiedcnheit der Rinde, und zwar gerade die extremsten Puncte vonihrer Ausbildung beysammen, die wohl die entferntesten Zeit - Momente der Rindebildungs - Periode, und die heterogenstenWirkungsgrade deS Rindebildungs-Prozesses zu bezeichnen scheinen und eine, auch wohl zwey Modifikationen; ersterenähmlich an der einen gewolbtern Seitenfläche, als Modifikation der dunklern, rauhern, an den übrigen vollkommen überrin-deten Flachen vorkommenden Rinde; und letztere etwa an einer der, an jene große Bruchfläche angränzenden, obiger geradeentgegen gestellten Seitenflächen, worüber sich zum Theil jener Bruch fortsetzte, die Masse aber schon weit dunkler, und dieRinde bereits in Flecken und Streifen (D. ») sich zeigt.

( 2 ) Auch von diesem Steine, und von derselben Ansicht genommen, findet sich in Gilbert's Annalen Bd. 3i, Tas. 3, Fig. »,eine frühere Abbildung, die aber durch die Colorirung gar sehr an Deutlichkeit verloren hat.

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