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Beyträge zur Geschichte und Kenntniß meteorischer Stein- und Metall-Massen, und der Erscheinungen, welche deren Niederfallen zu begleiten pflegen
Entstehung
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' Noch sind an dieser ebener» Fläche der Masse zwei) Stellen bemerkenSwerth: die eine befindet sich am vbern Theilean der rechten Seite derselben am aufsteigenden Rande der größten Vertiefung, in Gestalt einer Aushöhlung oder Grubevon rundlichtem Umrisse, und 6 bis 7 Linien Weite nach Außen, welche gleichsam durch einen starken, von oben undvon der Seite her nach Innen und gegen die Vertiefung wirkenden Eindruck hervor gebracht worden zu seyn scheint, in-dem die eine Wand sehr schief und mit sanft verlaufendem Rande einwärts läuft, die entgegen gesetzte aber etwasschief aufwärts steigt, und gegen die Vertiefung hin einen aufgeworfenen abgerundeten Rand bildet. Diese Grube ver-enget sich etwas gegen ihren Grund, welcher einen ovalen Umriß von 4^ Linie Länge zu 2H Linie Breite hat, undgeht in eine Tiefe von 2 bis 3 Linien, die aber kaum unter das Niveau der tiefsten Stelle jener großen Vertiefungreicht. Die Scitenwände dieser Grube haben ein rauheö, ochrigcs Ansehen, den Grund aberschließt eine glatte, nuretwas porös scheinende, matt metallisch glänzende, eisengraue Ebene von graphitähnlichem Ansehen, welche in der Mitteetwas verbrochen ist, und hier wieder eine ochrige Beschaffenheit zeigt.

Die zwepte Stelle befindet sich ganz am untern Rande der Masse, wo ein Stück einst gewaltsam und ab-sichtlich abgebrochen worden zu seyn scheint. Es zeigt sich hier ein rauher, etwas hakiger, zerklüfteter, und durchRost verunstalteter Bruch; an einer kleinen Stelle daselbst aber ein deutlicher, wenigstens zweyfacher Durchgang vonBlättern von beträchtlicher Dicke, metallischem Ansehen und Glanze, und lichtstahlgrauer, ins silberweiße fallenderFarbe.

Auf der convexen Fläche sind zwey, gegen die obere Ecke der Masse isolirt stehende Erhabenheiten, aufbis Z-Zvll Tiefe, und auf der ebenen Fläche ist ein Stück von beträchtlicher Ausdehnung (bey 5 Zoll lang, 1 bis 2^ Zollbreit und bey H Zoll dick) von der Oberstäche der Masse am Rande der abgerundeten Ecke der rechten Seite, zum Be-hufe technischer und analytischer Versuche, abgesagt worden, wo nun das Innere der Masse zu Tage liegt. Die sol-cher Gestalt erhaltenen Abschnittsstächen zeigten roh eine dichte, derbe Masse von metallischem Glanze, und lichtstahl-grauer, ins silberweiße fallender Farbe, deren Dichtheit und Gleichförmigkeit im Gefüge nur hie und da durch zartegezackte Risse und kleine Klüfte, und noch mehr durch häufig und zerstreut eingemengte, meist mikroskopisch kleine körnigePartikelchen von metallischem Ansehen, stärkerem Glanze und weißerer Farbe, welche, mit mehr und weniger ochri-ger Substanz verbunden, zum Theil auch jene Risse und Klüfte erfüllen, unterbrochen erschien. Eine der kleinen Ab-schnittsstellen auf der convexen Fläche der Masse, welche mit dem Gerbstahl poliert wurde, zeigt eine spiegelnde Ober-fläche von beynahe siilberweißer, ins stahlgraue fallender Farbe, oder vielmehr einer Farbe, welche jener des polierten Pla-tins sehr ähnelt. Die beyden andern durch jene Abschnitte erhaltenen Flächen wurden mit Salpetersäure geätzt, umdas merkwürdige krystallinische Gefüge darzustellen, das sich bey dieser Behandlung am deutlichsten ausspricht, und wo-von bey der Erklärung der darauf Bezug habenden Tafeln ins besondere die Rede seyn wird.

Obgleich von diesen, im Vergleich zur Dicke der Masse, uur oberflächlichen Stellen nicht geradezu auf eine durch-aus gleiche Beschaffenheit im Innern geschlossen werden kann, welches überzeugend zu machen ohne wesentliche Beein-trächtigung der, gerade im ganzen Zusammenhänge, so merkwürdigen Form und Beschaffenheit dieser Masse nicht ge-schehen konnte; so berechtiget doch zu dieser Annahme einerseits die Uebereinstimmung des absoluten Gewichtes mit demVolumen derselben, nach dem bekannten specifischen Gewichte, andererseits die bereits gemachte Erfahrung bey ähnlichenMassen, wenn gleich nicht factisch erwiesenen, doch unbezweifelbar gleichen meteorischen Ursprunges (den Elbogner

Geradezu abe-, und besonders in diesem individuellen Falle, spricht gegen eine solche Annahme: daß die Massen so tief indie Erde gedrungen waren, da sie doch von den Seiten her keinen Widerstand fanden sich auszubreiten, und daß dieses Aus-fallen von solcher Hohe und gewaltsame Eindringen heißer und flüssiger Metall-Massen ohne alle Verspritzung erfolgte; daßferner an der ganzen ein»,, großen Masse keine Spur sich findet von fest anklebender Erde, oder, was bey einer solchen Vor-aussetzung wohl der Fall seyn müßte, von eingekneteten und eingeschmolzenen Sandtheilchen und Steinchen, mit welchen siedoch in Contact gekommen seyn muß; daß endlich keine der Massen beyni Ausgraben warm befunden wurde, ein Umstand,den man anzumerken gewiß nicht unterlassen hätte, wenn er vorhanden gewesen wäre. Leider wird in der Urkunde nicht be-merkt, wann die Massen eigentlich ausgegraben wurden; aber eben daraus und aus der ganzen Erzählung läßt sich abnehmen,dafi es auf der Stelle (bey der kleineren Masse heißt es auch wirklich: sogleich) oder doch in jedem Falle noch an demselben Tag^geschah. Nun aber ereignete sich das Factum Abends um 6 Uhr, und da man wohl schwerlich das Eintreten der Nacht wirdabgewartet haben; so geschah die Ausgrabung wohl höchst wahrscheinlich innerhalb den ersten zwey Stunden. Eine durch Hitzegeschmolzene und im Flusse sich befindende Eisen-Masse von solchem Volumen würde aber wohl kaum in 24 Stunden so weitausgekühlt gewesen seyn, daß man sie hätte berühren können.