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Heu, in zarte Bündel zusammen gehäuft, kolbenförmig und meistens etwas nach einer Richtung gebogen, in jene schwarzeTröpfchen an der Oberfläche über. Ein von den Randerhebungcn jener rauhen Vertiefungen und Stellen, und von demRücken der sie begränzenden Erhabenheiten (wo, wie bereits oben erwähnt worden , die Rinde immer dünner, obgleichhier nie so papier- oder vielmehr schneidig dünn, wie an jenen der convexen Fläche, schwärzer, etwas glänzend und bcy-nahe glatt, auch dichter und fester erscheint) auf gleiche Art abgcnommeneö Rindenblättchen (was jedoch wegen der ge-ringen Dicke und des stärkeren Zusammenhanges mit der Oberfläche hier schwerer und nur in kleinen Fragmenten be-wirkt werden kann), zeigt an den Bruchrändern eine ähnliche, aber etwas zartere und mehr eine körnig-faserige Textur,und eine beynahe zinkweiße Farbe mit starkem, rein metallischem Glanze (wahrscheinlich weil hier wegen Dichtheit derRinde an der Oberfläche die Luft nicht einwirken konnte), und die Fasern gehen unmittelbar in die eigentliche schwarzeRinde, die hier keine Wärzchen mehr erkennen läßt, indem diese bereits in ein Häutchen zusammengeflossen zu seyn schei-nen, über. An einigen Stellen, zumahl an solchen, wo die rauhe Rinde der Vertiefungen in die glatte der Erhebun-gen übergeht, und hier noch eine beträchtliche Dicke hat, erscheint sie an ihren Bruchrändern gewisser Maßen stratistcirt,und zwar in drey, obgleich nur sehr schwach angedeuteten, ziemlich gleich dicken, horizontalen Schichten, wovon dieoberste die eigentliche Rinde, und die unterste das Blatt, welches unmittelbar auf der Masse auflag, bildet, und welchebeyde in die mittlere, etwas dickere, ohne merkliche Unterbrechung der Richtung der Fasern, übergehen, nur durch eineäußerst zarte horizontale Linie von derselben getrennt scheinen, und sich bloß durch etwas schwächer» metallischen Glanzund etwas veränderte Farbe von ihr unterscheiden, indem erstere mit schwarzen Rindetheilchen, die andere mehr oder we-niger mit gelben oder braunen Ochertheilchen gemengt ist. Hie und da , sowohl an dem einen als dem andern Nindenblätt-chen, erscheinen die Fasern an den Bruchrändern bisweilen Speis - oder Messinggelb angelaufen, und diese Stellenzeigen gleichsam den Uebergang vom metallischen Zustande derselben in den ochrigen, nach dem verschiedenen Grade derEinwirkung der Luft; wie sie sich denn auch meistens dort finden, wo die rauhe Rinde in die glatte übergeht, folglichder Luft ein geringerer Zutritt gestattet wurde. Die Fläche, mit welcher diese Rindenblättchen überhaupt auf der Ober-fläche der Masse aufsitzen, ist ganz dicht und ziemlich glatt, nur etwas unregelmäßig streifig, von mattem, metallischemAnsehen, und eisengrau, mit einem schwachen oberflächlichen Farbenanfluge von Blau, Roth und Messinggelb , wie Ei-sen , das längere Zeit an der Luft gelegen hat. Nur da, wo ein solches Blättchen sehr dünn eine erhabene Stelle be-deckte, und sehr dicht und fest aufsaß, erschien jene Fläche mehr oder weniger Zinkweiß und metallisch glänzend (i).
(i) So sehr daS ganze äußere Ansehen dieser, so wie aller ähnlichen Massen mereorischen Ursprunges (selbst der Meteor-Steine),und insbesondere das kristallinische Gefüge des Eisens, aus dem sie bestehen, oder daS sie enthalten, unwiderlegbar einen ur-sprünglich flüssigen Zustand derselben voraus setzen; so widersprechen doch eben dieselben, insbesondere aber die dem Meteor-Ei-sen ganz eigenthümlichen, und von jenen der, durch die bekannten Schmelz-Proceffe erhaltenen Producte der Kunst, so sehr ab-weichenden physischen Eigenschaften (der hohe Grad von Dehnbarkeit und Zähigkeit, der sich bey großer Hitze verliert, in-dem bekanntlich alles Meteor-Eisen gerade dann erst brüchig wird), und vor Allem der Umstand, daß diese Massen von me-chanisch eingemengtem, ganz unveränderten Schwefeleisen so ganz durchdrungen sind (wie dieß von den Meteor-Steinen hin-länglich bekannt ist, von den Eisen-Massen aber bey Gelegenheit der Erklärung der achten und neunten Tafel bemerkt werdenwird), der, wie es scheint ziemlich allgemein angenommenen, Meinung, als wäre dieser flüssige Zustand auf dem so genanntentrockenen Wege, durch Hitze, hervor gebracht, und das Product eines gewöhnlichen Schmelz-Processes. Noch «whr aber streitendiese Gründe und manche Erscheinungen beym Niederfalle dieser Massen und Steine, und vorzugsweise bey dieser Eisen-Masse,gegen die beynahe ebenso allgemein gefaßte, und selbst von unserm Chladni unterstützte Meinung, als .y-'nge dieser Schmelz-Proceß während des Niederfalls in unsrer Atmosphäre noch fort (oder begönne vielmehr wohl gar in selber), und als kämen
sie, und als wäre nahmentlich diese Masse, in wahrhaft durch Hitze geschmolzenem Zustande, selbst tropfbar flüssig (wie wenig-
stens unser Güßmann behaupten wollte) bis zur Erde gekommen. Der Umstand, daß hier, laut Urkunde, die Augenzeu-gen beyde Massen, jede in Gestalt einer feurigen, verwickelten Kette (aus welchen Gü ß m anu gegliederte Züge von einerKlafter Länge machte), wollen — aber doch — herab fallen gesehen haben (die Güßmann aus der Höhe sich ergießenläßt), möchte wohl einer optischen Täuschung, einem Licht-Phänomene zugeschrieben werden dürfen; und jener, daß die Erde,worein sie fielen, rauchte und wie ausgebrannt und grünlich aussah, könnte, wenn ja alles wörtlich und als wahr und richtigbezeichnet angenommen werden soll, wohl mit inehr Grund einer zur Zeit unbekannten Einwirkung der Massen auf dieselbe zu-geschrieben werden, als gerade ihrer Hitze, die doch nur die der Erde beygemengten animalischen und vegetabilischen Theile ver-
brennen und rauchen machen konnte, indes; nicht einmahl eines bemerkten Geruches erwähnt wird. Die flache, wie hingegosseneGestalt, und die wellenförmigen Unebenheiten aber, welche, nebst obigen Puncten der Urkunde, unser Chladni als ganzdeutliche Beweise, daß die Materie in geschmolzenem Zustande zur Erde kam, geltend machen zu müssen meint, scheinen mirgerade dagegen zu sprechen. Die Masse müßte, meines Bedrückens, ungleich flacher und platter, wenn sie hingeflossen, odermehr oder weniger conisch seyn, wenn sie (wie Güßman n will) in die Erde eingegossen worden, und beydes ohne alleVerspritzung, was kaum denkbar ist, und doch der Fall war, vorgegangen wäre.
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