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welche das Untersuchungs-Protokoll enthielt, noch in demselben Jahre an den kaiserl. Hof eingesendet, wo sie in derk. k. Schatzkammer zu Wien aufbewahrt, und in der Folge, bey Uebertragung der naturwissenschaftlichen Gegenständeaus derselben, an das k. k. Hof-Naturalienkabinctt abgegeben wurde.
Es hat dieselbe eine platt gedrückte, etwas verschobene, drehseitige Gestalt, und zeigt demnach zwey Flächen und drehRänder. Die eine dieser Flächen ist, schiefvon den Rändern aufsteigend, mäßig gewölbt, nach oben sich verebnend, unddurch mehr oder weniger unterbrochene, gebogene und wellenförmige, rippenartige, abgerundete Erhabenheiten, unddurch größere und kleinere, seichtere und tiefere, meistens rundliche oder ovale Vertiefungen und Eindrücke, welche vonjenen begränzt werden, sehr uneben; die andere entgegen gesetzte Flächeckst dagegen beynahe flach und eben, und zeigtnebst einigen kleinern und tiefem Eindrücken gegen die Ränder hin, nur drey große, sehr seichte und breit verlaufendeVertiefungen, welche, indem sie durch flache Zwischenräume in einander übergehen, und gewisser Maßen zusammen hän-gen , diese Fläche im Ganzen etwas ausgehöhlt erscheinen machen.
Die Ränder, unter welchen diese beyden Flächen zusammen stoßen, sind von der convexen Fläche her schief nachAußen abgerundet, und nicht nur durch die rippenartigen Erhabenheiten, welche sich von daher über dieselben bis an dieentgegen gesetzte Fläche fortsctzen, und durch ähnliche Eindrücke, sehr uneben, sondern auch, zumahl gegen die Mitte,sehr stark ausgeschweift und gewisser Maßen unterbrochen, so daß man ihre Richtung nur schwer bestimmen kann. Ziehtman inzwischen nach den hervorragendsten Puncten eines jeden Randes eine, demselben parallel laufende, gerade Linie,> und schließt man das solcher Gestalt erhaltene Drepeck durch Verlängerung diese,- Linien über die abgerundeten Ecken hin-aus, bis sie sich berühren; so fallen die Linien, welche den beyden Seitenrändern oder den beyden längern Schenkeln derdreyeckigen Form der Masse entsprechen, auf die Grundlinie, welche —die Masse in dieser Richtung betrachtet — demuntern Rande entspricht, unter einem Winkel von beyläuflg 80 ° auf. Die dritte oder obere, dem untern Rande gegenüber stehende Ecke der dreyseitigen Masse, fallt außer das Mittel derselben, und — die Masse von der convexen Flächebetrachtet — stark gegen den rechten Seitenrand hin, indem der linke Seitenrand bogenförmig sich gegen jenen hinüberzieht, und sich mit demselben in eine gegen ihn gerichtete, etwas stumpfe Spitze vereinigt. Die ganze Masse verfluchtsich mehr gegen die linke Seite hin, zumahl nach oben an der Krümmung des Seitenrandes, der hier am dünnsten,an einer Stelle beynahe schneidend , und da von der entgegen gesetzten Fläche etwas übergebogen ist; dagegen erhebt sichdie rechte Seite hiermit dem Außenrande und der Spitze, indem sie von der entgegen gesetzten Fläche gleichsam herübergedrückt erscheint, so daß dort, abgesehen von den an dieser Stelle befindlichen ziemlich großen und tiefen Eindrücken,welche den äußersten Rand auch ziemlich dünn machen, eine starke Abweichung von der horizontalen Ebene dieser Flächebewirkt wird, und die Spitze des Dreyecks, oder vielmehr beynahe die ganze obere Hälfte der Masse, solcher Gestalt et-was verdreht erscheint. An dieser Fläche dagegen laufen die Ränder, abgesehen von den genannten Abweichungen undvon den zufälligen Eindrücken, größten Theils horizontal mit der Ebene derselben; nur gegen die eine untere Ecke, wel-che der Richtung der verdrehten Spitze entspricht, ist der Seitenrand schief abgerundet, und ebenfalls gegen die convexeFläche gedrückt, so daß es scheinen möchte, als wenn die Masse, in noch weichem Zustande! auf dieser ganzen Seite,im Ausfallen einen größern Widerstand gefunden hätte (i).
Die größte Länge der Masse, von den hervorragendsten Puncten des rechten Seitenrandes, von der obern Ecke
der Realität des Factums zu überzeugen, sondern auch diese Ueberzeugung durch ein authentisches Document auf die Nachweltzu bringen.
(r) Es findet sich leider in der Urkunde nicht bemerkt, in welcher Lage diese Masse in ihrer Versenkung gefunden wurde, sondern eswird nur erwähnt, daß die Spalte '(nicht Grube) in der Erde drey Klafter tief und eine Elle weit gewesen sey, nach welchenAusdrücken zu muthmafien käme, als wäre sie mit einem der Ränder eingedrungen und auf keine der Flächen aufgefallen, wiedies; auch nach dem Schwerpuncte der Müsse, der auf deren untern Rand fällt, der Fall gewesen seyn mußte, da eine roti-rendc Bewegung, zumahl siächenwärts, nach Form und Beschaffenheit derselben nicht wohl angenommen werden kann. Umso merkwürdiger ist die auffallende Verschiedenheit der Oberfläche der beyden Flächen. Es wird zwar in der Urkunde bemerkt,daß in den Vertiefungen der convexen Fläche (also gerade der entgegen gesetzten) etwas Erde eingedrückt war; daraus kann abernoch nicht gefolgert werden, daß gerade die Masse aus diese Flache auffiel, indem beyde Flächen wohl in ziemlich gleich starkdrückenden Contact init der Erde kamen, wenn die Masse mit einem Rande vorwärts in dieselbe eindrang; daß sich aber nuran der einen fläche Erde eingedrückt fand, mag von der starken Unebenheit ihrer Oberfläche hergerührt haben. Daß sich übrigensgegenwärttg keine Spur von Erde an der ganzen Masse mehr findet, mag wohl mit als Beweis dienen können, daß die Massenicht im geschmolzenen oder gar flüssigen Zustande zur Erde gekommen sey, in welchem Falle die Erde wohl etwas mehr fixirtworden wäre.