Druckschrift 
Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
Entstehung
Seite
469
Einzelbild herunterladen
 

Stadtchronik. 469

allerirste lantgrave zu Hessen, der ufs Brabant quam, hatte machenlasfsen 1 ). Im selben jare quamen die brudere von irst geyn Ederdorff, M94-genant Meyterdorff, unde machten darselbis cynen convent von dertercienregeln sent Francisci 2 ).

Alfs man tzalte nach unfsers hern Christi geburt 1495 J ar > do '495-hatte der Romsche konnig, her Maximilian, die fursten des richs geynWorms geheisschet 3 ). Da quam auch lantgrave Wilhelm dar 4 ). Undealfs er5) syne rega ij a entphing' 1 ), da hatte der furste eynen capellanbie sich, der hifs her Wigand Gerstenberg-, genant Boddenbendirs,von Franckenberg 7 ). Derselbe priester verfugete efs alfso, das derlantgrave synen willen dartzu gab, das dy stad Franckenberg irebanyr widdcr füren mögen, das sie bie 84 jaren 8 ) vor Medebachverloren hatten 9 ). Darnach do man schreib nach der geburt unfsershern Jesu 1496, du was eyne burgersche zum Franckenberge, ge- 1496.nant Gertrud Juden 1 "), eyn fromme andechtig wyp; die machte eynci gen spende armen luden' 1 ), bynamen gro unde wifs tuch zu gebendurch gots willen 1 2 ). Darnach do man tzalte nach der geburt ChristiM97 jare, do wart gestifft, das man die siben fcsta unfser lieben M97-frauwen'3) ewiglichin sal messe haltin uff sent Annen altar in dergerkamcrn'4). Das thet eyn altarist zum Franckenberg, genant herJohan Wendel*- 5 ). Bie dissen getzyden do worden die tzwo

101 > 304, 160 sind nachgetragen. Mit 61 stimmt der entsprechende Text nicht9an& überein; s. unten Anm. 12. Zur ursprünglichen Nr. 250 ist überhaupt kernlext vorhanden; s. oben Anm. 6. — Zu beachten ist übrigens, da/s schon Bl. <32">*cht vor 1503 geschrieben ist; s. oben S. 466 Anm. 5.

l ) Lehr. 307. — Aufserden Arbeiten am Teich 1494 März bis Nov s. das.*"»• 9, erwähnen die -Rechnungen des Rentmeisters Heinrich Ho/s z.B. neuesA-blassen 1406, Einsetzen von Fischen 1497, soivie Aufenthalt des L gr. in Schloßwolkersdorf u. a. 1494 Sept. 29 u. Nov. 1, 1496 Dez. 13. Vgl. oben S. 463 Z.9v-u. 464 Z. 24 ff. *) Vgl. Lehr. 307 m. Anm. 12-14. - Hierher gehört

fr. 52 des Registers; s. oben S. 468 Anm. 15. : ') Lehr. 307 ) Vgl.

«««■ 308. "\ j u ii i 6 e> vgl. Lehr. 311 f. ') Umständliche Selbst-

anführung, wie oben zu i486. *) Im J U12. 9 ) Es stachle himehist vi)

■> ar e zu M. in der kirchen S. oben S. 447. Daß Medebach das Banner heraus-oeben mußte, scheint mir zusammenzuhängen mit dem dortigen Einfluß HessensS <M Pfandschaftsvertrag von 1474 Juni 24. Vgl. Biemar Wcstd. Zschr. 15 297 f,Weidmann ZHG. 37, 112 f. — Hierher gehört Nr. 253 des Registers; s. oben S.*°8 Anm. 15. '») j ac ob Jeuden hausfrauw, u. war Mathias Husteners tochter:

lextzusatz der Hs. J (Bl 449% ähnlich andere Hss. ") Bas 'eigen' weist

vielleicht auf die gleichartigen schon bestehenden Spenden, namentlich die ihresWatten. S. Anm. 12. ") Annen luden gro tuch durch gots willen zu gebin,

war schon 1390 gestiftet worden; s. oben S. 441. Bie Geschofsregistcr 1460—146.)m Frankenb. Stadtarchiv enthalten 1466 eine Liste von 9 Empfängern mit /m-Wxen wyfs und gra. Nach den Geschoßregistern 1490-1499 ebenda wurden 1431floo armen luden 3 6 dn u - ' virtel >y e die cle 6 albus ; U Empfänger. Aehnlicli** 9 *; 13Empfänger. 1493/94 erscheint dann das grahe duch von Jacob Juden,sowie wyfs V on Jacob Juden; 18 Empfänger. Demnach scheint der oben von Cr.gemeldeten Stiftung der Gertrud eine ebensolche ihres Gatten vorausgegangen zufein; vgl. Anm. 10 u. 11. Barauf bezieht sich vielleicht auch G.'s Register-AngabeVon der Juden spende. S. über die hierhergehörige Nr. 61 des Registers 0benS.4b8Anm 15. _ Weitere Listen a. a. 0. 1494/95 (17 Posten; grahe und wyfs); lf5/9b« Posten) j 1496/97 (16 Posten; summa 40 ein); 1498 (10 Posten); 1499 (71 Osten).'*) Febr. 2, März 25 Juli 2, Aug. 15, Sept. 8, Nov. 21, Dez. 8. ") Vgl oben

S. 467 (1488). "■) Aus Frankenberg; 1490 SS. zu Erfurt immatrikuliert, zu-

sammen mit Job. Schroter aus Fr.: Akten d. Erf. Univ. 1, 430 Z. 22 Im Ge-schofsregister 1498 liegt ein Briefchen, datiert 1498 <i5. febr., 16. kal. mart. Fritzlar,