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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
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466
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a6C> Stadtchronik.

unde gantz ungnediglichin, unde wulte er nicht hören, unde auchnicht glouben, wefs er vernam; so das die lüde an nymande

*bi. 33'a. keynen troist hatten. Sundern wilchen *die bofsen schelke, genantStulroubere, vor die hant namen, der muste sich mit en vertragen,unde gebin, was sie em hisschen a ). Alsus han die Stulroubere derstad vil mee Schadens getban, wan y keyne phede vormalls. Wantsie han die vom Franckenberge verfulget, verdruckt unde elendig-lich verterbet, unde die lüde gantz ufsgesogen, unde nicht alleynegeschorn, sundern auch gar geschint; nachdem sulchs zu vil lange,ufs eyme jare in das ander, mee wan 12 jar hirnach <), gewert hat.Unde enist leyder noch 2 ) nicht am ende. Hirumbe mögen die vonFranckenberg wole klagen, schryen, sufftzen zu godde, unde sprechinmit dem heiligin propheten Hieremia, Trenorum V. capitulo:'Recordare, domine, quid aeeiderit nobis; intuere, et respice obprobriurflnostrum. Hereditas nostra versa est ad alienos, domus nostre ad extraneos.Pupilli facti sumus absque patre. Aquam nostram peeunia bibimus; lignanostra precio comparavimus. Servi dominati sunt nostri; non fuit, qU'redimeret de manu eorum' 8 ). Das dudet: 'O herrc god, gedencke,was unfs gescheen ist; mireke, unde seech unfscr verspottunge-Unfser erbe ist gekart zu ander luden, unfscr hufsere zu denfremmeden. Wir sint weyfsen gemacht unde enhan keynen vateradder beschirmer. Unfser wasfser han wir gekoufft; unfser holtzhan wir betzalt 4 ). Die knechte han uwer unfs gehirschet; undeda enist nymants gewest, der unfs herloist habe von iren bandenadder von irer gewalt'. — Hir sal man auch mireken, das umbedusfser vcrfulgunge unde verdruckunge der Stulrouber vil lüde ü" e

bl 88'b. kyndere in die cloister gestickt han, unde vil junges * fuleks sichder stad geusfsert, etzliche der bestin cnweck getzogin sint, unde dar-umbe auch dy stad ungebuwet blebin ist. Wante sidder lantgravenHinrichs dode mee wan in tzwentzig jaren 5 ) sint vil me hufsereunde buwe vergangen, niddergevallen unde wüste Wurden, wannuwer gebuwet. Alsus herschint auch wole 6 ) der sprach PCcclesiastes10: ve tibi terra, cuius rex est puer 7 ); das dudet: we ist dem lande ZUaller frist, wilches herre eyn kynt ist 8 ).14S6. Nach goits geburt do man schreib i486 jarc, do wurden von

irst dy roeste umbe den kirchhoff gemacht. Wantc vormalfs stunthe uffin, das allerley phee daruff ginck. Sulche roeste bestalteunde richtet ane 9 ) eyn altarista zum Franckenberge, der hyfs b ) herWigand Gerstenberg, genant 1 ') Boddcnbendirs. Derselbe herWigand hat auch lf) ) dusfse chroniken zusammengelefsin ufs vilen altin

») Hs. hisschem. b) hyfs—genant auf Basur.

') Also bis mindestens 1495. Vgl. unten zu 1495 u. 1499. •) Also

auch nach dem Tode Wilhelms III. Vgl.untcn Z. 29fm. Anm. 5. '') Thrcn-

5, 1—3. 4. 8. *) Vgl. Lehr. 103 unten. '■) Also bis mindestens ISO»'

n ) In Bezug auf Wilhelm III, bis 1500. 7 ) Eecles. 10, IG. ") ff

Lehr. 89 f. ") Einer ähnlichen Tat gedenken die Limburger Anmalen, Liw"-

Chron. 115 Z. 29 — 32: 1470 sint bede isern lenen, zwei genannte trappen herul"'dorch den vesten Diederich v. Bubenheime seligen wegen gemacht worden, U. 8. ' •I0 ) Umständliche Selbsteinführung, wie unten noch mehr fach. Vorgestellt hat sie»G. schon oben S. 388; nur dort mit 'ich'.