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Landeschronik.
schonen reysigen geczuge, alfs sich das eygent. Vonstunt sintkummen die beyde fursten mit 7 *) graven, hern unde mit er er ritter-schafft, mee wan uff 300 pherde, unde haben 2 banyr bracht. Dasirste 2 ) trug grave Philips von Solms; das was ein groifs roit banyr,darinne stunt das wapen von Hessen in der mittel unde ussen darumbe5 wapen; das irste was Kattzinelnbogeti, das ander 3 ) Czigenhayn, dasdritte 4 ) Waldeck, das firde 6 ) Dietz, das funffte*) Nidde 7 ). Das ander 8 )banyr was das blutfenlyn, betudet die regalia, unde was gancz roit;das trug grave Johan von Widde. Alsus wurden die beyde furstenbelenth 8 ). So nu das grosfse banyr so vile wapen an eme hatte,darumbe was efs firmal grosfser, wan keynfs hern banyr gewestwas, unde darumbe bleib efs gantz unde tinzurisfsen. Wante wandie fursten ire lehene entphangen hatten, so warff man die banyrvon dem kunnigstule 10 ). Nu hatte der kunnig mee wan 100 krigs-knechtc mit helmbarthen, die alletzyt vor dem kunnige, benebenunde hinder eme gingen, efs were in der kirchen, in der stad adderuff dem felde. Dieselben stunden umbe den kunnigstul, undeauch vile andere gesellen von heralten, machedorn, ebenthurer undemencherley gesynde, unde raptin sich umbe die banyre; wilchereyn groifs stucke krigen kundc, der bchild es; alsus worden diebanyr zurisfsen 11 ). Alfs nu dufs grofsc herliche banyr quam, duwart eyn groifs zulouff unde gedrenge umbe den kunnigstul, wanteickelicher hette gerne eyn groifs stucke darabe gehabt. Defs ver-sprochin sich zusammen bie 60 krigsknechten, unde wulden dasbanir gancz behaltin 12 ) unde glich under sich teylen adder sempt-liehen verkouffen. So efs nu vom stule gewurffen wart, da bekreginsie efs vonstunt unde rockten efs uff in die hoe. Da fylen anderegescllin daranc unde wulden efs nidderrisfsen. Unde geschach dryadder fir male, das sie efs vilna nidderbracht hatten, so wart efsallcfs widder uffgeruckt. Nu hatte das banyr auch gar eyne hoestangen nach sincr grosfse, hirumbe enkunden sie efs mit den helm-barthen nicht herreichen 12 ). Unde was vil gerochts unde grofsgedrenge umbe das banyr, wante alle frenimet folck,-die darzüquamen, wulten wisfsen, wuchs fursten solch schone banyr gewest
J ) Die Zahl bezieht sich auf 'graven [unde] hern'. Vgl. oben 8. 309 m. Anw-1, 9, 24 36, 39; 310 m. Anm. 14. a ) Vorl. ander. ")' Vorl. drit. 4 ) Vorl.
funfft. 6 )^ Vorl. ander. «) Vorl. vierd. 7 ) Aug. 2 bezeugte der Kg-
dem Abt v. Fulda: da/'s bei der Beichsbelehnung der Lgfn. ein Banner gebrauchtworden sei, in das mit anderen Wappen auch die von Ziegenhain u. Niddagemalt waren, das solle, auch nach der Absicht der Lgfn-, dem Hüft Fulda anseiner Lehmhoheit keinen Eintrag tun. 8. Sohannat, Clientcia Fuldcnsis 2U-Wegen der Wappen von Kattsenelmbogen u. Dietz spielte das lianner später eineRolle im Erbestreit Hessens mit Nassau-Dülcnburg. Vgl. Arnoldi, Gesch. «•Or.-Nass. Länder 3 I, 102 f Anm., wo auch ein Aktenstück mit 'Abbildung' der'Fahnen' erwähnt wird. ») Vorl. erst. ») Bchl. 30 f. Ihwtcllunqcn «■
Zusätze. — Der Lehnbrief bei Müller, TITTh. unter Max. 1, 539. Noch Juli 1°selbst bedurfte es zwischen den beiden Lgfn. erst einer Vermittehmg durch Herrn-v. Köln u. Eberh. v. Württemberg: Müller 611. ,0 ) Vgl. Hcnck. 156 Item
noch gewonheit so sint alle baner nber ab vom konigstul geschossen.") Vgl. Scnck. 156 Darüber sich dan erhub ein grosse not mit zerren u. rissen.") Vgl. Hcnck. 157 (amchlicfsend) Sonder das gros houp baner lantgraff Wilhelmv. Hessen das wart beschurt u. gantz behalten durch die drabanten mit denhelmbarten,