222 Landeschronik.
*bi. 27T. *Alfs nu der hertzog von Brunswig gefangin was, so dedingetc man
umbe die lofsunge unde umbe eyne gutliche richtunge tzusschin marg-graven Hinriche unde sinen kyndern, unde frauwen Sophien, der hertzo-gynne von Brabant, unde irme soene; also das hertzog Albrecht vonBrunswig sulde zu schattzunge geben achte stedde unde slosfse, Esschewe,Aldendorff, Wittzinhufsen'), Forstensteyn 3 ) unde ander vier 5 ), die alle indie graveschaff an der Werre gehorten 4 ), darzu achte tusent margksilbers. Unde fratiwe Sophia von Brabant unde er soen, den man nantedas kynthzu Hessen, sulten versachen unde vertzicht thun alle des rechten,das sie hatten adder gehaben mochten an dem lande zu Doringen, sieunde all ire erben, ewiglich. Unde die 8 slosfse, vorgenant, sulte derjunge hertzog von Brabant, genant lantgrave Hinrich zu Hessen,ynnemen unde behaltin. Alfso wart der krig gerichtet. Dufs lefsit manin der Doringer Chroniken 6 ).
Zu dissen getzyten satzste bobist Urbanus der IV. das erhebefest des heyligen sacraments unde worlichenamps unfsers hernHiesu Christi. Bie disfsen selben getzyten worden die Switzer mitunrechte ubbernummen, uwersatzst unde verdrucht, so das sieryffen unde schreygeden zu godde in den hymmel. Dcfs erhörtesie god, unde halft" cn mireklichen. Unde verbonden sich dieSwitzer zusammen unde slugin sich von iren erphern, das worendie hertzogin unde hern zu Oisterrich, die en vile verfulgunge undeuwerlast lifsen thun. ilirumbe wurden der cddcln hern vile vonden Switzern herslagen. Alsus lefsit man in Fasciculo 6 ).
*bi. 278. *Hinrich a ), der irste lantgrave zu Hessen, der dan was hertzog" 1
Hinrichs in Brabant unde frauwen Sophien, sent Elisabeth 7 ) tochter, soen,den man nante das kynth zu Hessen, der was gar eyn oitmudigunde barmhertzig furste geyn sin folk unde geyn die frommen,sundern geyn sync figende was he gar ernst unde strenge. Un deso hc alt wart bie die 20 jare 8 ), ist eme zu der cc wurden frauweAlheid von Brunswig. Unde hatte mit er tzwene soene, genant Hinn cunde Otto. Sunder Hinrich starp 9 ) in der jogent 10 ). In den getzyte«du b ) tzogen die Westphelinge unde der bisschoff") von Padeborn UWC'lantgraven Hinriche, unde dadin eme grosfsen schaden in Hessen. v&rustede sich der furste, unde tzoch en entgeyn, unde streyd mit en,unde gewan den stryd, unde slug er mee wan 150 toid, unde fi»c»er r2o' 2 ). Alsus lefsit man in der Doringer Chroniken 13 ).
«) Mit großer Initiale. b) Hs. die.
') Vgl. Ilgen-Vogel ZHG. 20,195 f. ! ) Der Fürstenstein bei AU >»»^
kommt urkundlich erst 1327 vor: Siendell, Beiträge z. G. d. adl. GeschlechterEschwege 15. 3 ) Vgl. Joh. Kuhn in Selecta Senckenberg 3, 333; l {on "Za
Gesch. v. Hessen 2, Anmn. S. 22; Landau, Bitterburgen 2, 9; Landau, B&™ r fUtn.d. Kurf. Hessen 286. 4 ) die—gehorten eigener Zusatz; vgl. oben S. *£*, ^
Anw. 2. ß ) Thür. (unvollst. Stolle 164 f u. Urs. 1296). " 8 ) R°p iforl) [.
18 f u. 1- 4. Eigene Zusätze. T ) Hier zuerst diese jüngere n °yi „gg.
8 ) Geboren 1244 Juni 24, vermählt vor 1263 Sept. 10. <J J Vielmehr erst j* ,,
] ") [Hessenchronik], s. Kl. Hcssenchr. 37 Z. 17—20 u. 23—25. Dazu Ki< j?. AerBie Kl. Hcssenchr. kennt Heinrich den Jung, nicht. Veber die anderen W >Heinrichs I s. unten S. 226 f. "j Simon I. ") Nach Mon. Ürp n - , fl ß
(u. 261) vielmehr 155 und 130. Hie Aehnlichkcit der Zahlen beweist aoet, Qes sich um das unten aus anderer Quelle nochmals berichtete Ereignis ^ n ^j vi(r .handelt; die Ausführungen von Weidemann ZHG. 30, 410 sind irrig. )
(Urs. 1299).