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Die Chroniken des Wigand Gerstenberg von Frankenberg
Entstehung
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21
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Landeschronik. 21

reit durch eine gassen, da hatte der teuffei gemacht, dafs eine güldencrone hing in der lufft und fiel Juliano uff sein haubt, als ob er von gottauserwehlet were. Als er nun so keysei- worden war, da liefs er denheiligen ritter genant Mercurius und sanet Johannes "und sanet Paulus *bi. ts 1 .mit viel") christenmenschen töden. Aber gott der almechtige, als dervormals viel böse keyser gestrafft hatte, so ward dieser auch gestrafft. Unddas geschach also Zu einer zeit, als der keyser Julianus streiten vvoltegegen seine feinde und zog zu fei de, so kam die mutter gottes Maria undweckte von den 1 ') toden uff den ritter Mercurium vorgenant. Also stander ttff aus«) dem grabe und zog sein hämisch und wapen an, das in dem-selben münster hing und reit" in das beer in der lufft, und stach denkeyser durch sein hertz, dal's er darnach bald gefangen und geschmdtward*), so dafs er elendiglich starb; und der ritter reit wider zu demmünster und hing sein hämisch und wapen wider an seine stelle und wartod als zuvor. Als das beschreibet meister Dieterich Engelhaufsen .). Auchin dem Fasciculo'). Zu«) denselbigen Zeiten da regnete wolle von dem)himmel")")

So nun das Römische reich viel böser keyser und tyrannen langezeit gehatte, als Nero, Domitianus, Decitis, Diocletianus, Maxirruanus undder viel mehr, die dan viel bofsheit, schalckheit, ubelthat und obermutritrieben und nicht den gemeinen nutz, als etzliche irer vorfahren gesuchtund gethan hatten, sondern iren eigen nutz allezeit mit der gierheit plegetenund die lande mit den leuten schrapten»), schinden und Übernamen 11 ), des-wegen viel lande vom reich wollen 1 ) den Römern nicht mehr unterthemgs eyn k ). Dan aldieweil die Römer verachten den eigennutz und hassetendie gierheit und liebeten den gemeinen nutz und erheben die gerecntig-keit mit andern tilgenden, so lange hatten sie auch die herschafft der weit.So nun die gierheit mit dem eigennutz überhand nam, da verloren sie dieJand und viel leut. Des war ein trefflich edel herr, genant Priamus derJünger, der war von') geschlechte von Troja, der kam in Lomba.dien undwar wider das reicht umb irer Untugend willen Derselbe PnanHisbaueezwo stedte uff dem™) Reine"): die eine hiefs er Klemtroja, und hasset uzXanctis; die ander Stadt hiefs er Verona, und») heisset ttzt Bonna. Under hatte söhne, die waren von Teutscher sprach; dan er hatte eine Teutscüefrau genommen, dergleichen sein volck s ); dartimb") worden sie genantGermani. Und worden uff dem Reine gezogen. Dieser Priamus nantedas land Francken, in die ehre und gedechtnis seines vaters, der üan ge-nantwarFranco 7 ). EtzHche schribenP), es würde Francken genant darumo, bl .dafs die Alani widersagten den Römern, dardurch ging ein gebot aus also ),welch volck die Alanos bezwingen möchte, die sollen zehen jare>-) von aerRömer tributo seyn franci, das deutet frey; also haben die .Germani De-zwungen die Alanos, und hierumb wurden sie genant Franci ). Hlelv0 "findet man auch in dem Spiegel der historien in dem 17. buch an nem3- capiteP). Darnach ward Priamus von den Römern erschlagen; uas

~ ») A vielen. », fehlt ATI. ?j fehlt A. *).i e esc "°* ££

e ) M-himmel fehlt A. f) fehlt TT. IS) A schabten. U schrabten. » ^ ■»<*

nornmen. i) £ vom reich und ...... V von reich und wolten. > 11T A :'

1 ) 4 vom, TT von dem. ">) AL den. ») L Rein. ») hV üie.") ALU schrieben. <i) fehlt L. ') AU jähr.

') Eng. 1036 Z. 1-21 (kärger, ohne den Teufel, die Mutter Gottes usw.).

2 ) Bol. 48' Z. 1—3 (ganz kurz; hier iubente b virgine) ) M>1. *>- ■ ■4 ) Jordan 66 Z. 7f. Hol. 49 Z. 4f. ■) Jordan 56 Z. »Tf^f^ät°) Nach Jordan 5S Z. If vielmehr eo quod de Troianorum Rermine g»g"?£ wVgl. auch 51 Z 2-5. r ) Vinc. 17,3 Z. 30 f 33, 35-37. ) Joraan

Z 2-9; Eng. 1043 Z. 25 -27. ") Vi„c 17,3 Z 17-30.