g Landeschronik.
adder zu Greken'). Nach dusfser deylungc so deyltin sich auch die vonMacedonien adder Petrioli, wante sie enkondena) sich nicht in deme lande wolcenthalden, umbe defs schadenfs willen, den sie den landen gethaen halten in erergeselschaff. Hirtimbe so rumetin sie das lant unde satzsten sich in scheffe, so daser mench tusent uwer meer fnren; unde verdruncken cn vil scheffe, wante daswasfser en unkundig was. Unde quamen in 12 scheffen 5 ) durch Flandern 3 ) zuStaden zu lande 4 ) unde kregin das lant, das itzunt Westphalen heist. UndeZU der tzyt hisfsin sie Macedones 5 ), Petrioli, Phalanges adder Phanlangarii").Unde alfs Godfridus Pantheon schribet in syner kroniken: umbe der beselerwillen, die sie bie sich trugen unde iren lip darmidde entschutten, dienanten sie uff ere sproche sasse, darvon hisfsen sie andere lüde Sassen 7 ).Aber Papias spricht, das sie nach dem latino saxum geheisfsin worden, dasdudet eyn hartsteyn 8 ). Auch so cfs eyn grob, hartselig folk was, dar umbewart en der steynen narnc Sassen"). Unde darumbe wart dasselbe lant auchgeheyfsen Sassenlant, darnach Altsassenlant adder Westsassenlant, unde zu-letzst wart eis geheisl'sen VVestphalenlant'"), alfs man hirnach wol hörensal. Dasselbe lant hant die Sassen ynnegehabt manch jare, unde gebuwetslosl'se, stedde unde dorffe; des heifsin nach etzliche stedde unde neckennach erme namen, alfs Sassenbrucke, das itzunt heifsit Ossenbruckc, Sassen-hul'sen, Sassenberg unde derglichen. Dufs b ) schribet enteylfs meister Dide-rich Engelhufsen; auch findet manfs eynteylfs in der Doringschin croniken "J;auch eynteylfs in der croniken genant Cursus mundi 1 '}.
Bye dusfsen getzyten was zu Rome eyn eddel kune strithaftig man,genant Papirius; der verachtede die apgodde, wiewolc er eyn heyden was,unde belachete unde verspotte die augurcs, das dudet czouberer adder wor-seger, die zukunftige dinge wisfsen wullen. Hirumbe so wirt er geprifsetunde gelobet von den doctoribus unde lerern der heyligin schrift umbe!'. syner grol'sen wifsheyt willen l2 ). Wilche wifsheyt er auch in *sinen kyn-thagen wol bewist hait, alfs man dan von eme lefsit, das er zu eyner tzyt,alfs er nach eyn kynt was, ging er mit syme vater in den rait zu Rome.Da he widder heym quam, du fragede en syn muter, was der raid gewestwere. Das kynt sprach: 'des enmufs man nicht sagen'. Du wulde efs iodas wyp wisfsen, unde flede unde drauwede deme kynde so vil, das efszuletzstin eyne hubessche lugen erdachte unde sprach: 'sie sageden, wilclibesser were, das eyn man czwo frauwen hette, adder eyne frauwe czwenemenner'. Do das wyp die mere horte, du sammede sie alle eddele frauwen,Jungk unde alt, arm unde riche, eyne mechtige schar, unde lieffin mit:grosfsem geschrey vor den raid unde sprachen: 'wir bidden, das man liebereyner czwene gebe, wan eyme czwo'. Alfs das der rait horte, du ver-wondertin sie sich, was das beezeichende, das dusfse eddeln frauwen vorden raid lieffen, des sie doch nymee geplegin hattin, unde sulche beslosfsenworte spreechin, die der rait nicht verstunt. Du sprach das kynt, was sie
a) Hs. entkonden. b; Dufs — mundi nachträglich zugefügt.
') Bol. 27 Z. 21—18 u. 7—6 v. u. 2 ) Thüringerchronik {Stolle 42 u.
58, Ursinus 1239). 8 ) Eng. 1005 Z. 34 aus dem Pantheon. ') [Wohl
Eng. nach] Dietrich Lange, Saxonia Vers 21 (Staden tunc aplicucmnt); SS. rer.Germ. Meibom 1,806. 6 ) Eng. 1005 Z. 9 (Saxones dicti prius Macedones).
6 ) Wie oben S. 5. 7 ) Eng. 1005 Z. 38 ff aus dem Pantheon des Gotfrid v.
Viterbo. 8 ) Vocabularium des Papias Bl. 209. ") Thür. (Stolle 42 u. 59,
Urs. 1239). 10 ) Hol. 62' Z. 11 v. u (Saxonia antiqua, id est Westvalia). West-
sassen eigene Erfindung. ") S. d. vor. Anmn. Die Thür. läfst die Petrioli
teils nach Preufsen und Bügen, teils (in 12 Schiffen) alsbald in die Gegend vonLübeck und Bostock kommen; hier erhalten sie von den Thüringen den Sachsen-namen. Nach G. kommen dagegen die Sachsen hierher erst später aus Westfalen,s. unten. ") Hol. 27 Z. 1—9.