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Sachvcrlialt nur so denken, daCs die Chronik Riedescls ritteQuelle der Hessenchronik gewesen ist und hei G. nur in derenVerarbeitumj und deren Citaten vorliegt. Dann würde sieh eben dieEinheitlichkeit unserer ganzen Nachrichtengruppe auf das beste er-Mären. Dünn wären die Anachronismen, die Ausblicke auf spätere,von Biedesel nicht mitbehandelte Zeiten '), etwa auch die falsche Ein-reihung manche)- Ereignisse 2 ), ferner die Unvollständigkeit der Ried-esel-Citate 5 ), das Vorwiegen oberhessischer Topographie, gewisse Eigen-tümlichkeiten der Ausdrucksweise*) und anderes im Bereich der liicd-esel-Citate auf das Conto des Hessenchronisten zu setzen. Und sehrbeachtenswert würde dann die Tatsache werden, da/s G. zuweilen auchsolche Nachrichten Riedesel zuschreibt, die wir vielmehr in der KleinenHessenchronik auffinden B ).
Die Untersuchung führt also zu zwei Reihen von Vermutungen.Erstens, da/'s die Chronik Riedesels wirklich eine Quelle des 14. Jahr-hunderts gewesen sei, deren uns vorliegende Auszüge aber zum Teilstark entstellt seien^). Zweitens, da/s die bis zum Jahre 1171 be-zeugte 1 ) Hessenchronik weit mehr Inhalt gehabt habe, als man nach.G.'s Citaten vermuten sollte; da/s zu ihren sehr gemischten Quellenneben eigener Anschauung, sagenhafter Tradition, der Kleinen Hessen-chronik und Urkunden vor allem auch die Riedeselchronik gehört habe;dafs sie endlich ihre schriftlichen Quellen teilweise citiert und dadurchG. Gelegenheit zu blinden, und irreführenden Citaten gegeben habe.
Den genealogischen Bestandteil der Hesserichronik hat G. dannwohl noch bis zum Jahre 1471 benutzt 91 ), dem vermutlichen Endpunktder Kleinen Hessenchronik 9 ). Im sonstigen Inhalt der Hessenchronikscheint etwa beim Jahre 1417 ein Einschnitt gewesen zu sein, fallswir die Erklärung recht verstehen, die G. 287 abgibt 10 ). Wie dasso abgetrennte Endstück unserer Quelle, von etwa 1417 bis etwa 1471,ausgesehen haben mag, und, was es etiua doch noch weiter G. zubieten, vermochte, darüber läl'sl sich keine bestimmte Vermutung aus-sprechen. Man könnte z. B. auf den. besonderen Charakter einigerStellen bei G. hinweisen, die aus der Annalistik seines letzten Teilesherausfallen 11 ). Namentlich 296 f steht ein merkwürdiges Stück, das
') Vgl z. B. oben zu 217 (zu vi] getzyten). a ) Vgl z. B oben zu 231.
:, i Vgl. z. B. oben zu 327 4 ) Außer den Perfektformen vgl s. II. 28-1
Anm. 1. '') Vgl. z. 1! üben zu 237 f lOttensleyn). e ) Hiernach iit zu
berichtigen, was ich ZHG. 37, 36 (oben) gesagt habe. ') 8. nächsten Absatz.
Vgl. oben zu 269 f: das Schadenregister von 1377 ist 'alt'. "t Vgl. 288 Anm.
10. 13. 14. 16. 17. 19; 289 Anm. I 4. 5. 6; 292 Anm. 29; 294 Anm. 13; 297Anm 5. 8; 298 Anm. 14. 17. 20. 24. 25. 26; namentlich aber 301 Anm 19.") Vgl. Biemar ZHG. 37. 44. - Beachtenswert ist, vielleicht, dafs gewisse oben be-tonte Züge der H. gewissermaßen im Keim, schon in der Kl. H.erkennbar sind;so das Hervorheben der Titel der hessischen Fürsten und die Berufung auf Ur-kunden neben sagenhafter Erzählung. Vgl a. a 0.39 (Frühzeit Heinrichs II):als ich das in den brieven des Vertrages selbes! ham gelefsen, Dazu 38 Anm. <>sowie 43 -— Perfektformen bevorzugt die Kl. H. sehr stark. "'i Vgl. oben 65*. —Dafs es eine wirklich selbständige Erklärung G.'s sei, wird man doch wohl fest-halten müssen ") 2SS mit Man sprichet; 293 mit Hir sagin (sprechiu) etzlichcUnd der Form Ripperg gegen 296 Rytberj; 2.9S mit etzlichc sprechiu.