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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
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492
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Davor bräht er manicvalt

sele üz des tievels gewalt;

davon gewan er ere

der zweifboten here.16405 Mit willen gerne er wsere

gewesen ein martersere,

wände er itne vorhten sprach

gotes wort; swä er gesach

die künge und ouch die fürsten,16410 da sprach er mit getürsten,

vor den wiieterichen

lobt er got den riehen.In der wüestenunge

überwant wol der junge16415 die beesen geiste manicvalt

mit Jesu Kristes gewalt.

Sus wart er vollicliehe(s. 748) der gotes gnaden riche.

Er behielt vil reine16420 vor aller slahte meine

sines herzen ougen.

Er sach diu gotes tougen

und ouch die gnade kunftic

als ob sie gegenwärtic16425 vor sinen ougen wsere.

Waz was im anders nnere

wan Krist und al sin Schönheit?

Die sach sin ouge vil bereit.

Also der wissage sprach:16430 'Ze miner gegenwarte ich sach

minen herren, den ich vant

sten ze miner zeswen haut.

Davon ist unbeweget min muot,*

16403 Do von 16407 vorchS 16408 Gota 16110 Do

16411 wütrichen 16412 Lob 16417 er] en 16418 gota

16423 zu kümftich 16426 ader fmerre S 4 ; äders merre verb. Cy

16430 miner] einer 16431 Min.