Druckschrift 
Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
Seite
491
Einzelbild herunterladen
 

— 491 —

Der vil reine Josaphat

den guoten Barlaämen bat,

daz er in fuorte in sin gemach.16370 Barlaam der alte sprach:

'Daz ist noch unmügelich,

diu zit enhät niht verendet sich.

Du enmaht niht kernen in min gadem,

du bist mit Heische noch geladen.16375 Wiltu mit manheit daz begän

swaz ich dir geboten hän,

so knmstu schiere her ze mir,

so wirt min herberge dir

gemein und al min ere,16380 so sul wir iemermere

ensamt ze himelriche

leben vil wünnieliche.'

Dö der släf ein ende nam,

Josaphat der guote man16385 ane miize freute sich

von den Sachen wunderlich.

Siner gnaden lobt er got.

Dennoch leit er gröze not

da biz an sin ende(s. 747) 163'.» an alle missewende.

Nach dem ewangeliö

schuof er al sin leben dö.

Groezer wart sin swaere

denne sie bi dem alten wrere.16395 Fünf und zweinzic jär alt

was der jungelinc vil halt,

dö er sin scheenez palas lie

und in die eincede gie.

Daz sult ir wizzen wol für war,16400 da wont er fünf und di'izic jär.

16369 fine 16373 myne 16374 noch mit II. 16380 fuln

16385 vrolkte 16399 wifze; v'war 16400 Do wonite.