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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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493
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min sele ist bi dir, herre guot.16435 din zeswe mich emphangen hat,

min sele niemer dich verlät.'

Daz sint des wissagen wort.

Den vil wunderlichen hört

den meret ie von tage ze tage16440 Josaphat, als ich iu nu sage.

Sin inuot was unverwandelöt;

wand ie grcezer was sin not,

er wart ie rehter tugenthaft,

ie reiner was des herzen kraft.16445 Ze jungist wart sin ende guot:(s. 749) wan got, der alle gnade tuot,

der durch uns die marter leit,

der lönet im der arebeit.

Mit fride leist er sin gebot,16450 er fuor mit fride hin ze got,

er fuor dar da er wart gewert

des er davor vil lange gert.

Pur got fuor er vil reine

iedoch vor allem meine.16455 Da wart im wol gelönet,

wände er wart gekrönet

als im davor gelobet wart;

owi wie wünniclich ein vart!

Groziu freude im da geschach,16460 wände er Krist mit freuden sach,

in des haut er sinen geist

bevalch mit aller freuden meist.

In der lebendigen riche

fuor er wiinnicliche;16465 da ist Wirtschaft unde schal,

sich freuwent die guoten liberal.DO der herre tot gelac

unde niemen sin enptlac,*16441 v wandelot 16443 r'chte 16449 fride (über i e Cy)

leifte fin 16463 lebetige.