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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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468
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Des tages leit er ungemach,16595 von grözer hitze (daz) geschach;

des nahtes was er nahe erfrorn.

Daz leit er allez äne zorn,

nie gesprach er boasez wort.

Rente sam ez (wsere) ein hört15600 suocht er den erbseren man;

davon er groze not gewan.

Sin not was allermeiste

von dem bocsen geiste.

Darzuo was sin mangel gröz,U605 wan des krutes des er noz

des envant er niht gnuoc,

wand es diu heide lützel truoc,

ez waere loup oder gras,(s. 718) von der dürre diu da was.

15610 Sin spise diu was harte kranc,

des gewan er grözen dranc.

Herte also ein adamant

was sin sSle säzehant.

Er was unüberwunden15615 von bösheit zallen stunden.

Im tet der kumber verre baz

denne im ie getsete daz,

do er vil senfter fuore pflac

beide naht unde tac,15620 und do er was mit gelfe;

daz kam von gotes helfe.Do zwei jär ende nämen,

den guoten Barlaamen

suochte dennoch Josaphat.15625 Krist er inniclichen bat;

mit zäheren vil manicvalt

rief er ze got: 'Du hast gewalt,*

15600 Weve. föchte 15604 Dazu 15605 crficzes S\ crüdeB

verb. Cy; noz S*, genoz verb. Cy 15607 ez 15611 g°fzez danch

S' (gedang Cy) 15612 Herte] H'rc 15618 famft' 15620 da; ge elfe.