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Der Laubacher Barlaam : eine Dichtung des Bischofs Otto II. von Freising
(1184 - 1220)
Entstehung
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441
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durch sine grözen sunde:

er dähte an sine missetät.

Do kam der guote Josaphät;

mit tröste er im sin teuren nam14695 und sine gröze sorge alsam.

Er sprach: 'Lieber vator min,

waz sint nü die sorge din ?

Warzuo trüebestn so dich ?

ze gotes gnaden dich versieh!14700 Vergieh im dine missetät,

an im nier und erde stät.

Tuo des wissagen rät,

als er vor gesprochen hat,

(der sprichet:) "Waschet iueh vil reine!H705 Die gedanke meine

ir von minen ougen tuot,

ze rehte keret ir den muot,

guoter werke habet fliz,

so werdent swarze sünde wiz."14710 Din vorhte, vater, si gelegen,

lä den zwivel under wegen!

Swie vil die Hute sünde hänt,

die sich gar an got verlänt

die werdent aller sünde blöz.14715 Diu gotes gnade ist so gröz :

die sünde sint zalhal't,(s. 685) wer zellet siner gnaden kraft ?'Mit den Worten also guot

so tröst er sines vater muot.14720 Do huop üf an dem ende

der vater sine hende,

got er siner gnaden bat,

daz spelic wsere Josaphät.

'ßesegent müeze sin der tac

v. 14703 von Cy nachgetr.; Alfo 14707 kert 14715 gots

14717 zeit 14718 kein nbsatz hs.