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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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466
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466 Nr. 284. 1534 April 24.

hetten; dan ir wisst, wie Reutlingen, Weill und Esslingen ligen,also wa die sach zu ainicher entporung solt komen, da Got vorsein wolle, sie woll anheim enthalten wurden und euch nit zuhilf komen mochten. Solt dan Osterreich und Baiern euch unddiser stat widerwärtig werden: bis die hilf kern, mocht vill args,schedlichs und unwiderbringlichs daraus erwachsen, das auchGot der herre woll verhüten.

So haben ir, mein herren, gesehen und vernomen, wie dieander grossen die von Straßburg und Costencz angenomen undwie si jetzo wider ir gegeben brief und sigill gegen inen handien, 1daraus furwar die gros nottirft erfordert, sich hierin woll zu be-denken. Alles auf eurer meiner herren Verbesserung und woll-gefallen. 2 Underteniger

Peutinger.

284.Von Bartholomäus Amantius.* 1534 April 24. Ingolstadt.Hat Peutingers Ausgabe Augsburger Inschriften, um einigeStücke vermehrt, in seiner umfassend angelegten Sammlungnochmals abdrucken lassen.

Gedrudit: Inscriptiones sacrosanctae vetustatis, non Mae quidem Romanae,sed totius fere orbis sumtno studio ac maximis impensis terra marique con-quisitae feliciter incipiunt. Magnifico viro D. Raymundo Fuggero . . . PetrusApianus mathetnaticus Ingolstadiensis et Bartholomaeus Amantius poetaD. D. Ingolstadii in aedibus P. Apiani. Anno 1534. S. CCCCXVIIf.

1 Das bezieht sicfi wohl auf die Prozesse „in Sadien des Glaubens",mit denen das Reidiskammergeridit, entgegen einer im Ansdüuß an denNürnberger Religionsfrieden von 1532 gegebenen kaiserlidien Zusage, Straß-burg, Konstanz und andere protestantische Städte auch weiterhin behelligte;vgl. z. B. Polit. Correspondenz der Stadt Straßburg 2 S. 172ff.

2 Peutingers Ratschlag entsprechend gaben die Bürgermeister „und etlidigeheime Räte" von Augsburg am 24. Febr. 1533 den Esslingern eine aus-weichende, jede bestimmte Meinungsäußerung ablehnende Antwort (Augsburg,StA: Literalien) und knüpften dafür noch vor Ablauf des Monats mit Nürn-berg und Ulm Verhandlungen an, die am 13. Mai zu einem auf 10 Jahre ge-sdüossenen Bunde der drei Städte führten; vgl. Roth 2 S. 111.

3 Über den Humanisten und Juristen Barth. Amantius (Reiten), damalsProfessor der Rhetorik an der Universität Ingolstadt, vgl. C. Prantl, Gesch.der Ludwig-Maximilians-Universität 1 S. 210ff. und 2 S. 489; H. Jordan, Re-formation und gelehrte Bildung in der Markgrafsdiaft Ansbadi-Bayreuth 1(1917) S. 290 ff.