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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
441
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Nr. 277. Vor 1529 September. 441

277.An Hieronymus Muser. 1 {Vor 1529 September. 2 ) Wien <?>.Widmet seine Schrift „ Quorundam iurisscientia illustratorumiudicium ex praeceptoribus meis collectum".

Gedruckt: 1. In der vorstehend genannten Sdtrift Peutingers, die ohneTitelblatt in Wien bei Hieronymus Vietor im September 1529 erschienen ist. —2. Neuer literarisdier Anzeiger Nr. 50. Mündien 1807. Sp. 791 f.\ — 3.P.Joachimsenin: Beiträge zur Gesdiichte der Renaissance und Reformation, Jos. Schlecht. . . als Festgabe zum 60. Geburtstag dargebradit (1917) S. 170f.

intellectu et sententia non deviasse puto etc. In seinem Briefe an Pirckheimervom 12. März 1530 (Nr. 279) gibt er dagegen diesem Redit. Vgl. über Peu-tingers Sdirift Joadiimsen, Peutingeriana S. 282ff.

1 Mit P. Joadiimsen, der den folgenden Brief und das durdi ihn ein-geleitete Schriftdien Peutingers in der Festgabe für Jos. Sdiledit S. 169ff. ingrößerem geistesgesdiiditlidiem Zusammenhange gewürdigt hat, nehme auchich an, daß unter dem Adressaten der Hieronymus Huser aus Bludenz zuverstehen ist, der in den Jahren 1519, 1522 und 1526 als Freund und Ver-trauter des Ulrich Zasius in dessen Briefen erwähnt wird: vgl. Zasii Epi-stolae, ed. Riegger, S. 421, 449, 451. Im Jahre 1513 war er als HieronimusHauster de Bludencz in Wittenberg immatrikuliert worden und hatte hier am28. März 1514 den Grad eines baccalaureus artium erlangt. In der FreiburgerMatrikel fehlt sein Name; dodi ist anderweitig sidiergestellt, daß er an dervorderösterreidnsdien Hodisdiule bei Zasius Reditswissensdiaft studiert hat(s. Zasii Epistolae S. 186). 1524 ist er in der Ingolstädter Matrikel verzeidinetals Magister Hieronymus Hauser de Pludentz. Vgl. A. Ludewig, Vorarlbergeran in- und ausländischen Hodisdmlen (1920) S. 126, wo für die vorstehen-den Daten die Einzelnadiweise gegeben sind. Im März 1515 hat Huser einPreisgedicht des Philipp Engelbredü von Engen (Engentinus) auf die StadtFreiburg bei Joh. Sdiott in Straßburg drucken lassen: s.P. S. Allen in: Opusepistol. Erasmi 2 S. 124f. (Antn.). 1526 wird er (ebenso wie im folgendenJahre Peutinger: vgl. oben Nr. 262f.) vom Konstanzer Rate als Gutaditerin der Kirdienfrage herangezogen: s. K- Gröber, Die Reformation in Konstanz,im Freiburger Diözesan-Ardüv N. F. 19 (1919) S. 272 Antn. 3. — Beziehungenzwisdien Huser und Peutinger sind, abgesehen von dem folgenden Briefe,nidü bezeugt.

2 Eine nähere Datierung des Briefes ist nidit möglich. Nadi den in dervorigen Anm. mitgeteilten Lebensdaten des Adressaten, der als iurisconsultusbezeidinet wird, kann er ehestens um 1520 gesdirieben sein. Die Erwähnungdes Georg Furster, den Peutinger auf dem Wormser Reidistage kennen ge-lernt haben dürfte (vgl. S. 443 Anm. 2), führt auf die Zeit nadi 1521. Schwierig-keiten bereitet die Ortsangabe „Wien-, da eine Reise Peutingers dorthinwährend der für den Brief in Betradit kommenden Jahre nirgends bezeugtund audi wenig wahrsdieinlidi ist. Vielleidit ist indes diese Ortsangabe einewillkürlidie Zutat des Wiener Druckers.