436 Nr. 274. 1529 Februar 4.
vor angesehen, das ein rat beschwert, enicherlei umb unssernwiln zu tun, das den apostaten Luter' 1 entkegen sein mocht, sohaben wir si damit in bestem verschont. Begern gnediglich, duweist sulch buchlein verlessen und, wi b sichs leiden wil, zuunsserm glimp, wie du wol zu tun weist, unsser entschuldungweiter glangen lassen. Daran tustu uns insunders gutz gfaln, ingnaden und allem guten kegen dir zu vergleichen.
Geben zu Dresden montags nach Fabiani und Sebastiani,am 25. ianuarii im 29.
274.
An Herzog Georg von Sachsen. 1529 Februar 4. (Augsburg.*)
Antwort auf Nr. 273. Nimmt den Augsburger Rat gegen
den Vorwurf in Scliutz, die erste Verteidigungssdirift des Herzogs
unterdrückt zu haben, und versichert diesen seiner und des
Rates Dienstwilligkeit.
Dresden, HauptStsA: Loc. 7269 fol. 104 rf. Reinsdir., nur die Untersdir.eigenhändig.
Durchleuchtiger, hochgeborner fürst, gnedigerherre^c. E.f.G.gnedig schreiben sambt derselben entschuldigung hab ich angestern aus ganz undertäniger dankbarkait entpfangen. Aber widerE. f. G. Luthers jungst ausschreiben, darnach ich bisher wenignachfrag gehabt, ist mir noch zur zeit nit zukomen. Dann desanschlahens halben alhie hat es die gestalt, das in Sachen, dieangemaßt bundnus belangend zwischen der ku. Mt. zu Hungernund Behem etc., etlichen andern churfursten und fursten, gaist-lichen und weltlichen, wider etlich ander churfursten und fursten,alle mein gnedigist und gnedig herren, alle und jede ausschreiben,verantwurtung und entschuldigung, so in truck komen und alherzu offenbaren geschickt, alhie wider in truck geben und gestattetworden, das die alhie wider getruckt, offenlich failgehalten und aus-geben <werden>. Inmaßen ist mit E. f. G. verantwurtungen, allen undjeden, als vil der herkomen und zu offenbaren begert, beschehen;
a die auf Luter folgenden Worte und Lingken waren nur für die nachNürnberg zu sendende Ausfertigung des Sdiretbens bestimmt.b wi — wil am Rande nachgetragen.
Nürnbergs folgend, unterlassen zu haben"; vgl. dagegen Peutingers Antwortauf den Brief des Herzogs (Nr. 274).