Druckschrift 
Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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435
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Nr. 273. 1529 Januar 25. 435

faßteVerteidigungsschrift, mit dem Ersuchen, sie nach Möglichkeitpersönlich zu verbreiten, da der Augsburger Rat die Bekannt-gabe seiner ersten Verteidigungsschrift unterlassen habe. 1

Dresden, HauptStsA: Lac. 10299 fol. 157r. Entw. (stark korrigiert). —Am Rande: An Sygmundt Fuhrer zu N<urenberg> 2 und doctor Cunradt Beutinger.Lieber besunder, wir werden dir als unssern bsundem be-kanten zu schreiben verursacht mit zuschigkung unsser unschultwider das rasent ausschreiben, so Martinus Luter uff unserseitzentschuldigung hat in kirtz tagen lassen ausgeen und an zweifeizu Augspurg a nu wird ruchtpar sein, und wem wol gneget gwest,solchs eim rat zu Augspurg b och zuzuschigken und zu begern,indem 0 das unser jungst schritt ihnen, wi wir bricht, nicht an-gschlagen hat wollen werden, 8 anschlahen zu lasen. So wir aber

a Augspurg am Rande, im Text: Nurenberg. b Nurenberg Hs.

c indem — werden am Rande nadigetragen.

1 Dieser und der nädiste Brief beziehen sich auf die literarisdie Fehde,die zwisdien Herzog Georg d. Bärtigen und Luther in Sadien des von Ottov. Pack erdiditeten Bündnisses katholisdier Fürsten gegen die Protestanten(vgl. darüber zuletzt Janssen-Pastor 3 20 [1917] S. 137ff.) entbrannt war: EinSchreiben Luthers vom 14. Juni 1528 an den Nürnberger Prediger WenzeslausLink, in dem die Ehrlidikeit der Reditfertigungssdirift Georgs vom 24. Maiangezweifelt war (s. Enders 6 Nr. 1348 S. 289ff.), war dem Herzog bekanntgeworden, und als Luther, darüber zur Rede gestellt, am 31. Okt. ausweichendantwortete (Enders 7 Nr. 1409 S. 13f.). ließ jener unter dem 19. Dez. an alleReidisstände ein gedrucktes Aussdireiben ergehen: „Welcher Gestalt wir Georgetc. von Martino Luther des getiditen Bundnus halben in Sdiriften unerfind-lidi angegriffen und darauf unsere Antwort." Ihm gegenüber versudite Lutherin einer zur Neujahrsmesse 1529 erschienenen Schrift .Von heimliehen undgestolen briefen, sampt einem Psalm ausgelegt, widder Herzog Georgen zuSachsen- (Werke, Weim. Ausg. 30,2 S. 25ff.) unter neuerlidien Angriffen seinenStandpunkt zu reditfertigen, worauf der Herzog in einer zweiten, vom22. Januar datierten Gegcnsdirift: „Am kurzer Beridit, so wir Georg etc. aufetzlidie neue rasende Lügen, die Martin Luther in einem Drugkh widderunser entsdiuldigung der getiditen Bundtnus halben hat lassen ausgehen, zuthuen verursadit" antwortete. Um diese zweite Streitsdirift handelt es sidiin unserem Briefe. (Näheres über die Fehde zwisdien Luther und dem Herzogsiehe bei St. Elises, Gesdi. d. Packsdien Händel [1881] S. 256ff. und LuthersWerke, Weim. Ausg. 30, 2 S. Iff.).

2 Über den Nürnberger Ratsherrn Sigmund Fürer vgl. E. Reiche, Gesdud. Reichsstadt Nürnberg S. 759, 794 und 823.

3 Nadi Roth 1 S. 278 „sdieint" die Augsburger Obrigkeit die von beidenParteien „geforderte Veröffentlidiung der zugesandten Manifeste, einem Rate

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