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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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408
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408 Nr - 257. 1525 November-Dezember.

stat Nordlingen zu frommen, wie ich wais E. Ft. darzu selbs ge-naigt sein, mit höchstem und ernstlichistem fleis verhüten wollenalles dasjenig, als vill möglich ist, das Widerwillen, aufrur undentporung geperen mocht, es seie mit gepaerden, reden oder ge-tatten, doch daneben den gepurenden rechten sein gang nitsperren und die erberen gmaind zu der billicheit bevolhen haben,auch dagegen die widersetzigen und aufrurigen irem verschuldennach anderen zu ainem beispill straffen, wie sich geburt, dienst-lich bitend, solch mein anzaigen guetlich zu verneinen, dweil ichmit allen treuen vermaine etc.

Dat. in grosser eil auf 1. tag novembris anno etc. 25.

Chonrat Peutinger, doctor.

257.Von Michael Hummelberg. {1525 November-Dezember.^}Bezweifelt jetzt gleichfalls die zunächst für glaubhaft ge-haltene Nachricht, daß kürzlich in Sachsen die verlorenen Bücherdes Plinius und des Livius aufgefunden worden seien.

München, StsB: Cod. Lat. 4007 fol. 156v. Abseht: Das auffol. 156folgendeBlatt mit dem Schlüsse des Briefes ist herausgesduiitten; auf fol. 157 neuerZählung steht der Schluß eines Briefes des Beatus Rhenanus an H. vom25. Dez. 1525 (der im Briefwechsel des Rh. nidit abgedruckt ist, weil derHerausgeber ihn irrig als zum Briefe an Peutinger gehörig ansah).

Michael Humelbergius Ravenspurgensis

Conrado Peutingero Augustano S. S.

Neque ego omnimodam et certam fidem ei habui, qui retulit

desideratas Plinii et Livii libros apud Saxones nuper repertos.

Atqui ita sanete coneeptis verbis ista asseverabat, ut assentire

omnino cogerer. 2 Incidebat tum mihi non absimilis fabelia, dum

1 Das Briefbrudistüdt dürfte die Antwort auf das nidit erhaltene SchreibenPeutingers an Hummelberg sein, das dieser in seinem Briefe an BeatusRhenanus vom 2. Nov. 1525 erwähnt: Brlefwedisel des B. Rh. Nr. 244 S. 341.Hieraus und aus seiner Stellung im Clin 4007 unmittelbar vor dem Sdireibendes Rhenanus vom 25. Dez. 1525 ergibt sidi das obige ungefähre Datum.

2 Da das Sdireiben Peutingers, auf das Hummelberg hier offenbar ant-wortet, nidit erhalten ist und die Angelegenheit audi in Hummelbergs son-stigen Briefen nicht weiter erwähnt wird, läßt sidi über sie nidits Näheresfeststellen. Gerüdite über das Vorhandensein eines vollständigen Livius ineinem bald norddeutschen bald dänisdien Kloster hatten die Humanistensdion seit Petrarcas Zeiten wiederholt in Aufregung versetzt, und nodi 1517