Nr. 256. 1525 November 1. 407
spat zukomen, hab ich die vergangen nacht den Sachen, daringemeldt, nachgedacht und in der grossen eil mein gutbedunkenin schrift verfaßt, des abschritt E. Ft. hiemit verschlossen zu-schick, mit dem erpieten, ob E. Ft. in demselben oder anderen,in irem schreiben begriffen, von mir weiter nachfragens begeren,das ich in dem allen, als ferr mir Got der herre verlihen, meinemverstand nach E. Ft. dasjenig, so ich wais, mit getreuem fleis an-zaigen will und dabei gebeten haben, nit allain E. Ft. zu gut,das ich doch hochsts und getreuen fleis geren furdern wolt,sonder all erber reichstette vor grossem nachteil, schaden, ver-derben und sterben zu verhüten, das E. Ft. ir selbs und gmainer
Aufruhr vom 3.14. April (über diesen, der mit der Erhebung der Bauern-sdiaft des Rieses und der Angelegenheit des wegen Amtsmißbraudis undehrenrührigen Verhaltens verhafteten Bürgermeisters Antoni Forner zu-sammenhangt, vgl. L. Müller, Beiträge z. Gesch. d. Bauernkriegs im Rieß undseinen Umlanden: ZHVSdi 17 [1889] S, 50—75) sei Ruhe und Frieden in derBürgersdiaft nodi nidit wiedergekehrt. Man kenne die Anstifter jener Meu-terei, nenne und schelte sie öffentlidi und greife sie an ihrer Ehre an. wor-auf die Beschuldigten sidi vor dem Rate zu reditfertigen suditen. Ergehedas Urteil nidit zu ihren Gunsten, so müsse der Rat, der bei jenem Auf-stand aufs höchste bedroht und geschmäht worden sei, den Vorwurf par-teiischer Rechtssprediung gewärtigen; audi müsse er befürchten, bei der Fällungund Vollziehung des Urteils auf Widerstand zu stoßen, weil dem GroßenRat von den Empörern die Zusage einer völligen Amnestie abgepreßt wordensei. Solte nun, so sdiließt das Sdireiben, ... in dergleichen rechtfertigungenhierüber, wie sich gepurn, das recht und alle pillichait erfordern möchten,urtail durch uns gesprochen und zu volnziechen furgenomen werden, so tragenwir nit die klainesten fursorg (wiewol wir nunmer die gemainen burgerschaft,als die sich mit aller unwarhait aufgewiegelt sein bekennen, nit furchten),das sich die der Sachen verwandt mitsampt irm faulen häufen wider under-steen dorften, etwan unversehenlichen, wie sie kundten und mochten, ainneuen unlust anzufahen, und ob das schon nit in gemain, so möchte dochsollichs gegen sondern personen, die inen ain forcht und gegen inen verdachtweren, besehenen. Sollen wir dann sollich Sachen für die vier stett, daraufwir gefreit seien JNördlingen genoß das Privileg, daß Klagen der Bürgergegen den Rat nidit vor den Reidisgeriditen, sondern durdi 4 Ratsmitgliedervon Dinkelsbühl. Gmünd, Bopfingen und Donauwörth unter dem Vorsitzseines Stadtammanns in einem der genannten Orte entsdüeden wurden),"weisen und komen lassen, so furchten wir, es wierde sich disen weg noclivill weiter und zu noch merem Unwillen einreissen und die sachen pöser undnicht pösser werden. Peutinger möge ihnen getreulich raten, wie sie sidiverhalten sollen.