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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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397
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Nr. 248. 1524 Juli 21. 397

wegs ausgelassen wurde. E. Ft. were dann umb begangen Ver-handlung und frevel nach besag irer freihait benugen beschehen,doch alles auf E. Ft. Verbesserung gestellt.

E. Ft. het ich geren ferrer anzaigen getann, bin ich aberdismals mit so schwerem bettlegerim fieber so hart beladen, dases nit sein mögen etc.

Dat. auf 29. tag maii anno 24.

Chuonrad Peutinger, baider rechten doctor.

248.An Bürgermeister Hans Keller 1 1524 Juli 21

von Memmingen. {Augsburg.}

Rät, gegen das jüngste kaiserliche Mandat wider Luthernicht zu protestieren, sondern es anzuschlagen und nach Mög-lichkeit zu beobachten, wie dies auch Augsburg, Ulm und Nörd-lingen getan hätten.

Memmingen, StA. Urschr. — Adr.: Dem fursichtigen, ersamen und weisenHansen <Kel>ler, burgermeistern zu <Mem)mingen, meinem (lieben) herren zusein <eigen> bände etc.

Gedruckt: RTA 4 Nr. 274 S. 795f.

Fursichtiger, ersamer und weiser etc. Als ir nächst hie ge-wesen sein, hab ich guter getreuer monung euch gefragt, wie esmein herren von Memmingen auf uberantwurtung der kaiserlichenmandat 2 gehalten; haben ir mir dazemal meins enthalts den be-schaid geben, si hetten laut der von Ulm ausschreiben den sted-tag gen Speyr und als vil darin die bemelten mandat berurte 3dem regiment zu Eßlingen zugeschriben, dweil der pot, so diemandat geantwurt, sich zu bald aus Memmingen getan. Darauf

1 Hans Keller war Anhänger der neuen Lehre, aber ein ruhiger, jedergewaltsamen Überstürzung abholder Mann: Dobel 1 S.42.

' Gemeint ist der kaiserl. Befehl vom 5. Juli, das auf Grund des NürnbergerAbschiedes vom 18. April 1524 ergangene Mandat in der Luthersadie an-zuschlagen und durchzuführen.

8 Ulm hatte am 1. Mai ein Aussdireiben an die Reidisstädte ergehenlassen, in dem für Juli ein Städtetag nacfi Speier anberaumt und außerdemmitgeteilt wurde, die in Nürnberg versammelt gewesenen Stltdtebotsdiaftenhätten gegen die von den übrigen Ständen verlangte Erneuerung des WormserEdikts Einsprudi erhoben (vgl. RTA 4 S. 507f. und 517f.) und sidi dahin ge-einigt, etwaige in derselben Riditung ergehende kaiserliche Mandate nur unterWiederholung jenes Protestes entgegenzunehmen.