388 Nr. 243. 1524 März 2.
Item aeris quoque certam mutationem (ut alii solent) nus-quam, sed tantum dispositionem aliquam quoquomodo propteraspectus possibilem me posuisse offendes, toti quoque februarionil observandae alterationis adnectere voluisse.
243.An Bürgermeister und Rat 1524 März 2.
von Memmingen. (Augsburg.}
Antwort auf Nr. 241. Weitere Ratschläge für das Verhaltender Stadt in der Angelegenheit des Predigers Schappeler. Mahntim Namen des Augsburger Rates, Unruhen und Aufruhr zuverhüten.
Meinmingen, StA. Abschr. — Adr.: Wie Nr.240.
Der Brief vom 27. Febr. hat ihn mit nicht geringer Sorgeerfüllt: erstlich das auf eur gesandten anpringen bei den stetten,so zu Nurmperg sein, nichtz fruchtbars gehandelt, zum andern, dasdie sach bei dem regiment, daselbs doch in namen kai. Mt. dasmandat und der gepotsbriew, die prediger belangent, 1 ausgangen,nichtz anpracht worden ist; dann dardurch die Sache, wie diejetzo vor äugen, doch in ain langen anstand gepracht wordensein mecht. Da aber die In Nürnberg vertretenen Städte slclimit der Angelegenheit der Prediger änderst und ferrer wedervor, da E. Ft. botschaft bei inen gewesen ist, würden beschäftigenmüssen, hält er es für empfehlenswert, daß die Stadt Mem-mingen ihr Schreiben an den Bischof und dessen Antwort InAbschriften den Städtebotschaften in Nürnberg mitteile und dieHilfe der Reichsstände anrufe, nit das gemain stendt dem bischoffweiter schreiben, sonder sonst bei den reichsstenden und wa esweiter die notturft erfordern handien sollten, damit gemain frei-und reichstett sollicher unpillicher belestigung von bischoven undordinarii entledigt und den vor ausgangen kaiserlichen mandatenund gepotsbrieven gelept oder dis sach doch in ain gemain auf-wart Kenntnis der Schrift Ausdruck verliehen, nadidem er sich als „confraterpodagricus" dem Adressaten in besondere Empfehlung gebracht hatte.
1 Gemeint ist das kaiserl. Mandat vom 6. März 1523, das hinsiditlidider Prediger bestimmte: es dürfe bis zum künftigen Konzil nidits anderesdenn das hl. Evangelium nach Auslegung der Schriften, von der christlichenKirche approbiert und angenommen, verkündigt werden.