384 Nr. 241. 1524 Februar 27.
weil gelegen und vernomen, was und wie doch der bischof weiterprocediert; und ob der prediger dem bischove geschriben: imwer das ort, in der citacion begriffen, 1 ungwonlich und nit sicherund sich damit seins ausbeleibens entschuldiget, auch sich danebenerpoten hette, auf gnugsame trostung und Sicherheit zu Augs-purg an gwonlichem ort zu erscheinen und menigklich, der zuim zu clagen vermaint, offenlich antwurt geben wolt, alles inainer gepurenden form, die der prediger seiner nottirft nach wollzu stellen wais etc. E. Ft. und uns alle wolle Got der herre mitfrid und ainigkeit verwaren. a
Dat. auf Purificationis anno etc. 24.
Mir ist auch eingefallen, ob der prediger im umb ain gleitzu Nurmberg hett lassen werben, allenthalben im Reich zu wonen,und auch umb ain mandat an E. Ft., ine ze schuczen und zuschermen, auf die kais. mandat, so vor ausgangen sein etc.
Ch. Peutinger doctor.
241.
Von Bürgermeister und Rat 1524 Februar 27.
von Memmingen. (Memmingen.y
Antwort auf Nr. 240. Melden, was sie in der Angelegen-heit Schappelers vor und nacli Eintreffen von Peutingers Schreibenbisher getan haben, und bitten um weiteren Rat, wie sie sichnach der inzwischen erfolgten Exkommunikation des Predigerskünftig verhalten sollen.Memmingen, StA. Absdir.
Hatten schon vor Eintreffen von Peutingers Ratschlag andie auf dem Nürnberger Reichstag versammelten Vertretungender Frei- und Reichsstädte unter Darlegung des Tatbestandeseine Supplikation gerichtet. Aber gar ungleichen ratschlag beiinen gefunden. In summa: si haben aus Ursachen, das es un-verfenglich und uns villeicht nachtailig sein wurde, nit ratenwollen, weder dem regiment noch stenden des Reichs darunderzu suplicieren. 2
» Hinter waren ist irrig nochmals wolle eingefügt.
1 das bischöfl. Schloß in Dillingen.
* Vgl. dazu den Bericht des Memminger Gesandten auf dem NürnbergerReichstage (Hans Schultheiß) vom 9. Febr.: RTA 4 Nr. 183 S. 665.