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Konrad Peutingers Briefwechsel
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380
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380 Nr. 238. 1523 Dezember 30.

Und so ir dan, wie ich bericht bin, mit herren Hainrich vonConritz, hauptman in Joachimstall, gute kundschaft haben sollen, 1ist mein fruntlich bit, ir wellen möglichen fleis bei meinem herrenhauptman ankerren, damit den genanten herren mer gelt zu irerunderhaltung geordnet, das zu handen meiner schweger gestehund als furderlich zu Bononi in das bezalt werden möge, alsodas si meiner getreuer furdernus genosen haben auch befinden.Daneben Got der herre uns bewaren welle.Dat. auf 13. tag novembris 1523.

238.Von Menrad Molther. 2 1523 Dezember 30. (Augsburg.}

Glückwünsche zum Neuen Jahre. Rückgabe eines entliehenenBuches. Ist mit einer Neubearbeitung von Williratns Paraphrasedes Hohen Liedes beschäftigt. Dank für Geldunterstützung.

Gedruckt: E.v.Oefele in den SB München 1898 Bd. 2 S. 452f. — Adr.:Ad clarissimi viri doctoris Peutingeri manus deiur scheda.

Ad clarissimum iuris utriusque doctoremD. Chuonradum Peutingerum, patronum suum.Preces ad alta dirigo, quas Deus inmortalis gratas haberedignetur, quo novus hie annus honori integritatique tuae sitsalutiferus; tum quoque, ut laetis auspieiis ineat, laetioribusprogressum faciat, laetissimis exeat et saepius recurrat, semperfoelicior.

Iacobum episcopum Christopolitanum 3 Tuae restituo Humani-tät' voto deposcens supplici, tarditati restitutionis ut ignoscas.Equidem ab eius lectione me invitum abstinuisse vel modus ipse

5. 229f. u. ö.) mit dem Joadiimsthaler Berghauptmann Heinridi von Könnet itzund dem Grafen von Schlick als den Inhabern der dortigen Münzstätte inenger finanzieller Verbindung.

1 als Leiter der Leipziger Faktorei der Welser, deren besondere Aufgabedie Pflege der Beziehungen zum sächsisch-böhmischen Bergbaugebiet war.

2 Über den aus Augsburg gebürtigen Humanisten und späteren lutheri-schen Theologen Menrad Molther, gest. 1558 als Pfarrer von Heilbronn, vgl.G. Bossert in der ADB52 (1906) S. 446f.

8 Gemeint ist das seit 1507 mehrmals gedruckte Werk .Cantica canti-corum cum expositione" des spanischen Augustiners Jakob Perez, seit 1468Titularbisdwfs von Christopoli (Amphipolis-Emboli) in Mazedonien: vgl.über ihn Zedier, Univ.-Lex. 27 S. 371 f.; Kirchl. Handlexikon 2 Sp. 1404.