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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
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216
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216 Nr. 126. 1513 Juli 25.

Sed forte me Momum esse dicis. Is enim, Venerem cumnon posset, sandalium eius culpaverat. Petit illustrissimus prin-ceps noster, immo tuus, vitas caesarum Ottonum, et Magni<et>filii et nepotis," Luitolfi, 1 Ottonis 2 et Hermanni, 8 item Gregorii V.pontificis maximi, divi etiam caesaris Henrici II. et coniugis eius

a nepotum Erstdruck.

K- Ottos III. hier beigesetzt sind und daß Kurf. Friedridi III. von Sadisen amIL Mai 1513 die Anfertigung des Denkmals zu Ehren seines Vorfahren ver-anlaßt hat. Aus unserm Briefe (wie auch aus Nr. 131) geht hervor, daßdie Abfassung des Wortlautes und die Sorge für die Aufstellung des EpitaphsPeutinger übertragen worden war. Im Clm 4029 fol. 206 hat er ihren Wort-laut (veröffentlicht bei Khamm, Hierarchia Augustana 1 S. 159f.) ver-zeichnet mit dem Zusatz: Illud epitaphium hortante Friderico, duce Saxoniae,ego edidi. Das Denkmal sollte eine ältere in den Fußboden des Domes ein-gelassene, von Bischof Joh. v. Werdenberg 1480 erneuerte Inschrift ersetzen,in der das Todesjahr Ottos III. irrig mit 1011 angegeben war. Peutingerhatte diese ältere Inschrift auch in den Entwurf seines Kaiserbuches (Augs-burg, StB cod. 2° 145A, fol. 67'[) aufgenommen, nachdem er aber den Irrtumin der Jahresangabe gemerkt hatte, in einem Zusatz zum Texte der Dar-stellung des Lebens Ottos III. hierauf aufmerksam gemacht (ebd. fol. 66 v ).Später hat er die Inschrift gestrichen — wohl nachdem die neue angebrachtwar —, so daß sie in der Reinschrift des Kaiserbuchs (Augsburg, StB cod.2o 145B) fehlt. Wahrscheinlich ist es auch Peutinger gewesen, der dem Kurf.Friedrich gelegentlich seiner Anwesenheit in Augsburg im Mai 1513 die An-regung gegeben hat, die fehlerhafte ältere Inschrift durch eine neue zu er-setzen. — Zum Inhalt der Inschrift ist zu bemerken, daß die EingeweideOttos III. tatsächlich nicht in der Domkirche, sondern in der Klosterkirchevon St. Ulrich und Afra beigesetzt worden sind: vgl. Thietmar von Merse-berg 4, 31 (MGH, SS. 3 S. 782). In Augsburg war aber im 15. Jahrh. wohl nurdie allgemeine Tatsache bekannt, daß des Kaisers Eingeweide in Augsburgihre Ruhestätte gefunden hatten (vgl. etwa die Angabe in der Chronik Her-manns von Reichenau, MÜH, SS. 5 S. 118: Intestinis Augustae conditis Aquis-grani sepelitur), und so glaubte man sich daraufhin zu der Annahme be-rechtigt, daß dazu die vornehmste Kirche der Stadt, der Dom, ausersehenworden sei. Erst bei PI. Braun, Die Domkirche (in Augsburg} und der hoheund niedere Clerus an derselben (1829) S. 63 ist gelegentlich der Beschreibungdes Epitaphs der Irrtum berichtigt. — Friedrich d. W. hat übrigens im gleichenJahre 1513 auch im Aachener Münster, wo der Körper Ottos III. beigesetztworden ist, ein Marmordenkmal anbringen lassen, das während der Fran-zosenherrschaft i. J. 1803 beseitigt worden ist; vgl. M. Manitius, DeutscheGeschichte unter den sädisischen und salisdien Kaisern (1899) S.246.

1 Sohn Ottos 1. J Sohn Liulo/fs. '■' Herzog von Sdiwaben f 948.