Druckschrift 
Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
169
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Nr. 100. 1512 September 1. \ 69

durch mein gn. herren die bischove zu Freysing und Regenspurg,auch meinen gn. herren herzog Friderich in Bayren etc. gebrueder xaufgehalten worden und den letzten tag augusti vor dat. des briefswider anheim komen.

Also auf den selben tag von wegen E. kais. Mt. der jungGoldacher mir ain E. Mt. brieve, des dat. stedt auf 27. tagegerurten monats 2 uberantwurt hat, in dem E. Mt. anzaigen, wasund wievill pfennig 3 mein gn. herre von Gurck 1 und Sprencz 5mir uberantwurt haben solten, mit Übergebung zweier E. Mt. brieve,die ich inen auf das nechst zuschicken will, dan ich gedachterPfennig kein entpfangen hab.

Als auch E. Mt. in gedachtem brieve an mich begern, E. Mt.vorderen namen zu schicken, das zu tun und auf das beldest,so ich mag, willig bin. Ich hab auch auf E. Mt. geschlecht form-reisser und -Schneider über die hundert guldin reinischer, die innamen E. Mt. Sigmund von Dietrichstein auf nächst gehaltemreichstag zu Augspurg" geben hat, auf dieselb und ander E. Mt.arbeit, auch dis mein zerung gen Landshut zu genanten herzogWilhalm bei den 72 guldin reinischer dargelihen, in aller under-tanigkeit diemutiglich bittende, die wollen irem camermeister demVillinger bevelhen, so der herkombt, obgemelter sachen halbengepurend raitung von mir zu nemen und den rest meiner ausgabzu bezalen, auch zu handien meins dinstgelts halben, so E. kais. Mt.aus gnaden mir pflegen zu geben, der ich in den nächsten zwaienjaren als auf purificationis nächst verschinen nichtz entpfangenhab; macht 200 guldin reinischer etc.

Dat. Augspurg auf ersten tag septembris anno 1512.

Der von Mesericz 7 ist auf dat. hie weck geschiden.

1 Philipp, Bischof von Freising (1507—41), Johann, Bisdiof von Regens-burg (1507—38), und Pfalzgraf Friedridi (Kurfürst von der Pfalz 1544—56)waren Söhne des Kurfürsten Philipp von der Pfalz (gest. 1508).

2 Nidit erhalten.

3 Darunter sind wohl „heidnisdie pfennig", römisdte Münzen zu ver-stehen. 4 Matthaeus Lang.

8 Sebastian Sprenz (Sperantius), Humanist und kaiserl. Sekretär, späterDompropst und endlidi (1521—25) Bisdiof von Brixen. Vgl. über ihn G. Bauch,Die Anfänge des Humanismus in Ingolstadt (1901) S. 73ff.; Kalkoff S. 109ff.

0 Frühjahr 1510. 7 Vgl. oben S. 64 Anm. 5.