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Konrad Peutingers Briefwechsel
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168
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168 Nr. 100. 1512 September 1.

herzen dermaßen stunden und bestendig beliben, wie die wortlauten, so hetten E. Mt. dest bas zu handeln. Wa dan denselbenE. kais. G. solchs gwiß zu erfaren gelegen sein wolt, achtet ich,das es beschehen mocht durch ain person, die als ob die fürsich selbs gen Venedig züge und von E. Mt. bevelh bette, alleinzu hören und on E. Mt. willen nichtz zu beschluessen. AisdanE. Mt. dest grundlicher handeln mochten. Auch seine wort er-zaigen sich ganz, als ob si der strengen begeren.

Ich hab im auch mit vill worten anzaigt, dweil der Venedigervorelter sich zu Romischen keisern und kunigen, auch dem hausOsterreich gehalten, das si alwegen in aufnemen komen und niekein grosseren abfall erlangt haben, dan da si E. Mt. widerwärtigworden seien; ine damit bewegt, das er wainet.

Und als er von Landshut weck kam, an bemeltem 27. tagzunacht, ging ich mit dem genanten meinem gn. herren herzogWilhalm spacieren, kam von angeschienten der ain herr von derLayter; fuell mir ein, dweil in namen E. Mt. der genant fürst dieselb potschaft laut egerurt instruccion fueren und gelaiten lassensolt bis geen Luencz und die von der Layter die acht wider denherzogen zu Venedig erlangt hetten, 1 das dannocht in solchemgleit, wiewoll ich den herren von der Layter solchs keins wegszugetrau, von anderen auf die acht dem genanten Capello ichtsargs zugefuegt werden mocht, also das der von Landau und ichsolchs meinem gn. herren auf den 28. tag augusti anzaigten, derdis anzaigens, spot und nachreden zu verhüten, gefallen trug undvon stund an mit dem selben herren von der Layter reden ließ,der im zugesagt hat, nichtz zu handeln, aber für sein prüderkonde nichtz versprechen, auf das der gedacht fürst beratig wordenund sein gleit mit etlichen mer pferden gestärk<t>, auch mitsambtuns dem von Salczburg geschriben laut inligender abschritt (mitdem C bezaichnet), damit bemelter E. Mt. instruccion genug ge-schehe.

Also haben E. kais. Mt. bericht, was der Venediger potschafthalben gehandelt worden ist.

Am bemelten 28. tag bin ich nach abfertigung des genantenmeins gn. herren wider auf Freysing geriten und den 29. tag

1 Vgl. oben S. 139 Anm. 3 und die Mitteilung Aventins oben S. 166 Anm. 1.