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Konrad Peutingers Briefwechsel
Entstehung
Seite
47
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Nr. 25. 1504 Dezember 11. 47

die wier von hinnen etc. aussenden per Ulixbona, freien und sicherenpas hetten durch S. G. gepiet uff land und wasser, des der pil-lichait (als uns gedeucht) wol gemes wer; dan wier die silber,die wir fir Ulixbona vermainen, nit in S. G. land aufkaufen, sondervon hinnen etc. darsenden. Welt euch, lieber herr doctor, diesach anligen lausen und uns in dem und anderm fir enpfolchenhalten,* des wir mit sondrem fraintlichen und wolgenaigten willenumb E. W. begeren zuosampt fil pillichen ze beschaden.

Weiter, lieber herr, zaiger ditz ist Hans Sayter von Kempten,unser diener, den wir euch von der sach wegen zuofiegen, obE. W. so lang am kinglichen hoff nit verharren wird pis zuo aus-druck oder end des handls, das dan E. W. gemelten unserndiener hinder euch verlaussen mit befelch und auch 1er, wie erdie sach in der kanzlei etc. solitzitiern und solh brief erobrenmige. Hoffen, er solle nichz versäumen, so ferr ir ims weisen.Hoffen darneben der ku. Mt. brief an Fra. kunig, 1 auch der briefin Indiam. 2 Ich hoft, her Plese Heltzl 8 solt wol migen furdern.

Gunstiger und lieber herr doctor, Cristof 4 hat euch hievor ausmeim bevelh in meinem namen geschriben, 6 was uns aber anligtim Niderland und wie unser nottorft erfordert, uns unser gene-digister herr erzherzog Filips 6 den pass unseri silber durch S.f. G. land und gepiet auf land und wasser gnediglich verlieheund zuogeb. Dan nit alain von dessen wegen, das wir si in S. G.

a halben Hs.

1 Ludwig XII. von Frankreidi.

2 Gemeint sind die von Maximilian erbetenen Empfehlungssdaeiben andie Könige von Frankreidi und Portugal für die Teilnehmer an der berühm-ten Indienfahrt, die einige Augsburger Handelshäuser unter Führung derWelser damals vorbereiteten und am 25. März 1505 von Lissabon aus insWerk setzten. Vgl. darüber Hübler S. 15ff.; s. auch Nr. 26f.

3 Blasius Hölzl.

4 Christoph Welser, der älteste Sohn Anton Welsers, später in den geist-lidien Stand getreten (siehe unten seine Briefe an Peutinger aus den Jahren1511 und 1513), war anfänglidi im väterlidien Geschäft tätig, wie für dasJahr 1495 audi aus Lukas Rems Tagebuch, herausgegeben von B. Greiff im26. Jahresbericht d. Hist. Kreisvereins im Regierungsbezirk Sdiwaben undNeuburg (1861) s'7, hervorgeht. Vgl. über ihn Veith, Bibl. Augustana 2S. 155ff.; A. Schulte, Die Fugger in Rom 1 S.28ff.; Welser 1 S.94ff.

6 Bis hierher ist der Brief von Christoph Welser gesdirieben, das Fol-gende von Antons Hand. 6 Philipp der Sdiöne.