1178 VI. Zahl der Immatrikulierten. Frequenz.
46 Klöstern, 1612 157 aus 41 Klöstern. Von jetzt nahmdie Zahl wieder ab. 1614 waren es 120 Religiöse, 1616:125, 1620: 86, 1622: 130, unter welchen 40 Theologen,1624 über 60, 1625: 70 aus 21 Klöstern, darunter 24 Theo-logen. Die Minderung erklärt sich zum guten Teil daraus,daß die Jesuiten um diese Zeit in Konstanz ein Kollegerrichteten, welches ohne Zweifel die Religiösen aus denbenachbarten Klöstern von Baden, Württemberg und derSchweiz anzog, sowie ferner daraus, daß auch die Bene-diktiner, welche bisher die größte Zahl von Religiösen ent-sandten, 1618 in Salzburg eine Universität gründeten undnatürlich dorthin auch einen Teil ihrer jungen Ordensmit-glieder sandten 1 ). Nach dem Schwedenkrieg nahm, wieschon bemerkt, die Zahl der Religiösen noch mehr ab.1665 waren es etwa 25, 1669: 13, 1678: 13, 1692: 10 undähnlich auch im 18. Jahrhundert. Der Grund dieser be-deutenden Verringerung liegt wohl hauptsächlich darin,daß die Klöster ihre Zöglinge teils in rlie näher gelegenenAnstalten schickten, teils in den von ihnen gegründetenSchulen selbst unterrichteten.
Die Religiösen wurden gewöhnlich nach ihrer Profeßzu den Studien nach auswärts geschickt 2 ). Im 16. undauch noch längere Zeit im 17. Jahrhundert waren, wie dieMatrikel ersehen läßt, unter den nach Dillingen gesandtenOrdenszöglingen sowohl Akademiker wie Gymnasisten, inder späteren Zeit finden wir unter ihnen fast ausschließlichAkademiker, und zwar Theologen, da die Philosophie mei-stens in den Klöstern selbst gelehrt wurde.
Im ganzen haben im Laufe der Zeit etwa 120 Klösterihre Schüler an die Dillinger Lehranstalt geschickt. Siegehörten vornehmlich dem Benediktiner-, Augustiner-, Prä-monstratenser- und Zisterzienserorden an. Auch einige an-
i) G. U. D. 415.
2 ) Im Kloster Petershausen wurde unter dem Abte Stephan(iramatr. 1595, 159; Abt 1605) den Neoprofessen ein neuer Name bei-gelegt. (Lindner, Petsrshausen, S. 5). Dasselbe geschah in Rheinau1610 (Matrikel. S. 416 Anra. 11).